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Insektenschäden an Lärchen und Föhren - Schadorganismen

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Auffällige Insektenschäden an Lärchen und Föhren
Schmetterlingsraupe
Raupe des Orangegelben Breitflügelspanners. Foto: Waldschutz Schweiz
(11.8.2025) Zwei bisher eher unauffällige Insektenarten haben diesen Sommer in der Schweiz größere Schäden an Waldbäumen angerichtet. Die Fachstelle Waldschutz Schweiz (WSS) der Eidg. Forschungsanstalt WSL informiert und bittet darum, weitere Beobachtungen zu melden.

Im Wallis hat der Orangegelbe Breitflügelspanner (Agriopis aurantiaria) Lärchen und andere Baumarten entlaubt. Im Westschweizer Jurabogen verursacht die Kiefernblutzikade (Haematoloma dorsata) derzeit starke Nadelverfärbungen an Schwarz- und Waldföhren. Beide Arten hatten in der Schweiz bisher keine oder kaum auffällige Schäden angerichtet

Das Bild zeigt eine Luftaufnahme von einem Wald mit einigen dürren, braunen Lärchen
Lärchen im Saastal mit Fraßschäden durch den Orangegelben Breitflügelspanner. Foto: Waldschutz Schweiz

Im Saastal ↗ und Goms ↗ beobachteten Förster seit Anfang Juni vergilbte Nadeln und Nadelverlust bei Lärchen. Manche Bäume wurden vollständig entlaubt. Die Ursache war Raupenfraß eines einheimischen Schmetterlings, des Orangegelben Breitflügelspanners (Agriopis aurantiaria). Bisher wurden nur selten Massenvermehrungen dieser Art beobachtet. «Offenbar haben die zuletzt vorherrschenden Klimabedingungen ein gutes Populationswachstum begünstigt», schreibt die Fachstelle Waldschutz Schweiz (WSS) der WSL in einer Waldschutz Aktuell-Publikation. Inzwischen haben die betroffenen Bäume mit einem Zweitaustrieb reagiert.

Das Bild zeigt einen Wald aus der Luft und darin einzelne braune, dürre Föhren
Starke Saugschäden an Schwarzföhren im Waadtländer Jura verursacht durch die Kiefernblutzikade. Foto: Waldschutz Schweiz

Etwa zur gleichen Zeit trafen bei WSS Schadensmeldungen aus dem Westschweizer Jurabogen ein. An mehreren Standorten zeigten Schwarz- und Waldföhren auffällige Nadelverfärbungen. Verantwortlich ist die Kiefernblutzikade (Haematoloma dorsata), erkennbar an ringförmigen Saugspuren an den Nadeln.
Kiefernblutzikade inmitten von Kiefernnadeln
Adulte Kiefernblutzikade. Quelle: Mathieu Mirabel, DSF, Besançon
Das Bild zeigt eine Kiefernnadeln vor einheitlich gelbem Hintergrund mit typischen, ringförmigen Vergilbungen, die von der Kiefernblutzikade stammen.
Schwarzföhrennadel mit den typischen ringförmigen Saugschäden, welche die Kiefernblutzikade verursacht. Foto: Waldschutz Schweiz
«Diese Zikadenart stammt ursprünglich aus südlicheren Regionen Europas und hat ihr Verbreitungsgebiet in den letzten Jahrzehnten in Richtung Norden ausgeweitet», schreibt Waldschutz Schweiz. Einzelne Fundmeldungen dieser Art werden in der Schweiz seit einigen Jahren registriert, bisher wurden hierzulande allerdings keine derart gravierenden Schäden an Nadeln registriert.
Waldschutz Schweiz möchte das Ausmaß der Schäden  beider Arten schweizweit erfassen. Deshalb bittet sie um Verdachtsmeldungen über das Meldeformular ↗.
(Beate Kittl | WSL)

Publikation
Blaser S., Queloz V. (2025) Auffällige Insektenschäden an Lärchen und Föhren. Waldschutz aktuell: Vol. 4. Birmensdorf: Waldschutz Schweiz ; WSL. 2 p. Institutional Repository DORA

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