Pflanzen für Trockenmauern - Baum und Natur

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Pflanzen für Trockenmauern - Wie sich Mauerritzen farbenfroh verschönern lassen
Hauswurz wächst in einer Mauerspalt
Die Auswahl an Arten und Sorten der Hauswurz ist riesig. Perfekt für winzige Mauerspalten in praller Sonne. Foto:  Katja Splichal auf Pixabay

(8.7.2023) Es gibt viele Pflanzen, die auch in den engsten Fugen und Ritzen wachsen. Zwischen Gartenplatten und auf gepflasterten Einfahrten ist dies meist unerwünscht, sodass Wildkräuter mühevoll entfernt werden müssen. Eine alte Gartenmauer gewinnt dagegen durch den Bewuchs an Attraktivität. Nicht nur für die Augen der Betrachter, sondern auch für Insekten und andere Tiere.

Wie auch in Pflasterfugen werden Mauerritzen ganz von allein bewachsen. Wer Löwenzahn, Gräser oder Quecken dort nicht haben möchte, sollte sie entfernen und zum Beispiel Taubnessel, Gundermann, Mauerraute oder Schöllkraut den Vorzug geben. Auch Flechten und Moose können interessant aussehen, sind jedoch Geschmackssache. Die Mauer kann jedoch zum besonderen Schmuckstück werden, wenn sie gezielt bepflanzt wird.

Diese Mauern eignen sich zum Bepflanzen

Alte und marode Mauern im Garten können durch eine grüne oder bunte Bepflanzung verschönert werden. Da die Fugen meist nicht mehr dicht sind, finden hier die Wurzeln vieler Steingartenpflanzen genügend Platz. Diese stammen meist aus Gebirgsregionen und wachsen dort auf Geröll, Sand oder Stein. Ideal für eine hohe, etwas unansehnlich gewordene Mauer ist die Begrünung mit oder wildem Wein. Bei niedrigen Mauern sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Neben den Mauerritzen können auch Mauerfuß und -kopf durch die Bepflanzung zu blühenden Biotopen werden. Anders als bereits vorhandene Mauern zeichnen sich Trockenmauern dadurch aus, dass die Steine ohne Mörtel aufeinandergestapelt werden. Meist handelt es sich um Natursteine, die besondere Hingucker sind.

Trockenmauern können als Sichtschutz sowie zur Gestaltung oder Strukturierung des Gartens dienen. Beim Bau ist zu beachten, dass die Steine auf eine bestimmte Art so aufeinandergeschichtet werden, dass die Statik stimmt und später nichts wackelt. Vorgeschrieben sind außerdem eine maximale Höhe von 2 Metern sowie ein Fundament. Nach Fertigstellung werden Sand, Kies oder Erde in die Fugen gefüllt. Zusätzliche Stabilität geben die Wurzeln der Pflanzen.

Schöllkraut
Es gibt viele Pflanzen die in Mauerspalten wachsen, zum Beispiel das wilde Schöllkraut. Foto: Pixabay
Steinkraut
Steinkraut liebt trockene, sonnige Standorte.
Foto: Annette Meyer auf Pixabay

Steingartenpflanzen für Mauern an sonnigen Standorten

Pflanzen, die aus dem Gebirge stammen, sind häufig nicht nur karge Böden und Trockenheit gewohnt, sondern auch direkte Sonneneinstrahlung. Daher sind viele in der Gärtnerei als Steingartenpflanzen erhältliche Arten ideal für Mauern in praller Sonne. Die Grasnelke bildet zum Beispiel eine lange Pfahlwurzel und ist dadurch standsicher und trockenheitstolerant. Sonnenliebend ist auch die Teppich-Glockenblume, die grüne Polster mit hübschen violetten Blüten bildet. Ihre langen Wurzeln wachsen in die Zwischenräume der Mauersteine und finden dort Wasser und Nährstoffe. Auch für Mauerkronen sind sie gut geeignet. Bekannt und beliebt für sonnige Lagen sind auch Mauerpfeffer, Steinkraut und die zahllosen Arten und Sorten der Hauswurz. Auch Schleifenkraut kommt gut mit sommerlicher Trockenheit zurecht. Gleiches gilt für mediterrane Kräuter und Duftpflanzen wie Rosmarin, Thymian, Lavendel und Salbei. Auf der Mauerkrone gepflanzt, bildet zum Beispiel der Sand-Thymian einen duftenden Teppich. Schnell füllt er auch Spalten und Mauerritzen.

Sand-Thymian
Sand-Thymian bildet schnell einen duftenden Teppich und füllt auch die kleinsten Ritzen. Foto: Wälz auf Pixabay
Mauerblümchen
Das Mauerblümchen macht seinem Namen alle Ehre und ist ideal für schattige Standorte. Foto: Bruno auf Pixabay
Mauern an schattigen Orten bepflanzen

Obwohl viele Steingartenpflanzen die Sonne lieben, kommen viele von ihnen auch an schattigeren Standorten zurecht. Andere gedeihen im Halbschatten oder Schatten sogar am besten. So mag es der Moos-Steinbrech am liebsten abseits der Sonne. Mehrere kleine Blüten sitzen an einem Stängel und wiegen sich im Wind. Mit ihrer Farbvielfalt von Weiß und Gelb über Rosa und Violett bis zu dunklem Rot verwandeln die Sorten des Moos-Steinbrechs jede Mauer in ein buntes Blütenmeer.

Die Kaukasische Gänsekresse stammt ursprünglich aus Bergregionen in Südeuropa. Sie bildet dichte Polster und blüht häufig schon ab Ende März. Dass Zimbelkraut perfekt für Steinmauern ist, verrät schon sein lateinischer Name Cymbalaria muralis – muralis für Mauer. Im Deutschen ist die Pflanze mit den rötlichen Stängeln und hellvioletten Blüten als Mauerblümchen bekannt. Auch sie stammt aus dem Mittelmeerraum und fühlt sich in Mauerspalten und -ritzen wohl, und das bevorzugt an halbschattigen bis schattigen Standorten im Garten.

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