Gekämpft,
gehofft und doch verloren!
|
|
Vergeblicher Kampf um den Erhalt einer Zürgelbaum-Allee
Von Rosemarie Kern
Frankenthal
|
Mit diesem Bericht
versuche ich den Ablauf meines, leider, vergeblichen Kampfes um die
Zürgelbaum-Allee in Frankenthal zu erläutern. Am 28.Dez.2000
erhielt jeder Anlieger der Industriestraße in Frankenthal den
Plan über den Verlauf der Baumaßnahmen. Inhalt des Schreibens:
Gegenwärtig läuft u.a. der Ausbau der Erschließungsstraße
mit Anbindung an die Siemensstraße, sowie des Knotenpunktes
Wormser Str./ Carl-Benz-Straße ist 2001/2002 der Neubau der
Unterführung (Eisenbahnüberführung) vorgesehen.
Bis Ende 2003 ist die Industriestraße von L 523 (Wormser Straße)
bis zur Siemensstraße fertig gestellt. Das waren die genauen
Wortlaute. Die Rede war zwar öfter davon, dass die Industriestraße
verständlicherweise dringend verbreitert werden müsse, doch
die Stadt wollte erst mal sehen, in wie weit sie den Belastungen stand
hält und was man möglicherweise ändern muss. Im April
2001 wurden die Anlieger zu einer Versammlung geladen, in der wir
mit dem Thema: Verbreiterung der Industriestraße konfrontiert
wurden. Es wurden uns drei Varianten vorgeschlagen, von denen meiner
Meinung nach nur eine umsetzbar war. Es wurde aber auch gleich betont,
wenn nur ein Anlieger gegen die Ausführung einer Variante wäre,
dann käme sie als Baumaßname nicht in Frage. |
1.
Von der südlichen Seite der Industriestr. 1,00 m bis 1,50 m wegnehmen
2. Von der nördlichen Seite der Industriestr
1,00 m bis 1,50 m wegnehmen
3. Auf die Parkbuchten verzichten, und diesen Streifen wegnehmen.
|
Zu 1:
Wurde sofort abgelehnt von Fa. Sutter
Zu 2: Wurde von mehreren Anliegern abgelehnt
Zu 3: Wurde mehrheitlich angenommen, nur ich widersprach, wegen
der vorhandenen herrlichen Allee (damals noch als Maulbeerbäume
deklariert), darauf hin bemerkte eine andere Anwohnerin, dass ihr
die Bäume auch leid täten. Das wars dann auch schon. Die
Anlieger wurden mehrmals gefragt, ob sie auch bestimmt auf die Parkbuchten
verzichten könnten, es wäre schließlich eine Planung
von 20 oder 30 Jahren, diese alternative wurde (fast) einstimmig angenommen.
Erst zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, welche Folgen diese Entscheidung
mit sich bringen würde. Herr Kerutt, unser Stadtbau-Planer
seit Jahrzehnten, benutzte immer wieder die Aussage: das ist die einfachste
und kostengünstigste Lösung. Parkbuchten und 17 Maulbeerbäume
weg, und schon haben wir die geforderte Straßenbreite von 7,00
m.
|
Ab diesem Zeitpunkt
begann mein Kampf um das Leben der Bäume. Da ich von dem Termin
am 15.05.01 des Planungs-u. Umweltausschusses wusste, der die Fällung
der Bäume beschließen sollte, fing ich an gegen diesen
Raubau an der Natur Unterschriften zu sammeln (in kürzester Zeit
91 Stück), und Fotomontagen zu erstellen, die die Straße
nach Abholzung zeigte. Am 08.05.01 gingen diese gemeinsam mit einem
Brief mit anderen Planungsvorschlägen an den OB Herrn Theo
Wieder. Dadurch konnte wohl kein Beschluss im Ausschuss gefasst
werden. Ich bot den Anliegern per Fax Patenschaften für einen
Baum an, auch im Wochenblatt gab es einen Artikel darüber.
5 Bäume wurden
markiert, die seit Juni 2001 einen Paten besitzen. Natürlich
würden die Kosten (zw. 30, und 50, DM) nur auf ein Metallschild
mit Namen beschränkt sein. Ich hatte die Hoffnung, dies würde
helfen die Bäume zu retten. Die Namensschilder wurden nie hergestellt.
Am 06. Juni fand ein Ortstermin mit OB Theo Wieder, Herrn Kerutt (Stadtplaner),
Herrn Bössenroth (Stadtbauamt), Herrn Dr. Bruder (Grüne
Bündnis 90) den Anliegern und auch, Gott sei dank, einige vom
Naturschutz, in der Industriestraße statt. Bei diesem vor Ort
Termin ging es heftig zur Sache, ich machte den Vorschlag gleich mit
bebildeter Fotomontage, doch die Parkbuchten (die übrigens so
großzügig sind, dass riesige LKW mit Hänger genügend
Platz zum Parken haben) der Straße anzugleichen, dadurch wäre
die Straße an der breitesten Stelle 8,00 m breit und der Verkehr
hätte genügend Platz zum Ausweichen, eine gerade Rennstrecke
wäre dadurch von vornherein unterbunden und unsere Bäume
könnten als Verkehrsberuhigung stehen bleiben. Diese Variante
wurde auch von Anliegern begrüßt, doch wieder kamen Einwände
von Herrn Kerutt, dies gebe eine Stop and Go-Straße. Von einem
Bürger bekam ichzu hören, "...ich solle doch in
den Schwarzwald ziehen, wenn ich Bäume haben will".
Nun denn, immer
wieder hörte man von unserem OB, diese Angelegenheit ginge nur
die Anlieger was an, obwohl in der Zeitung stand, alle Interessierte
sind eingeladen. (auch eine Unterschriftensammlung gegen die Fällung
von Frau Hoffmann lag vor ) doch alle Vorschläge von außerhalb
soweit sie nicht total ignoriert wurden, waren unausführbar oder
sind unlösbare Probleme. Ein einseitiger Rad- u. Fußweg
wurde auch nicht akzeptiert, da es für die benutzenden Menschen
gefährlich wäre, die Straße zu überqueren. Und
auf jede noch zusätzliche Variante aus der Bevölkerung hörte
man, es gibt gesetzliche Vorschriften. An diesem Tag wurde wohl auch
entschieden, dass die Straße 7,50 m breit werden soll.
|
|
|
|
Auch
Dr. Ludwig Albrecht aus Würzburg, der schon 10 Jahre Zürgelbäume
erforscht fand ich im Internet. Ich mailte ihm Bilder unserer Allee,
worauf er mich wissen lies, dass eine solche Allee mit Zürgelbäumen
einmalig in Deutschland ist und man solle sich doch etwas einfallen
lassen, um diese Allee zu erhalten. Eine Umpflanzung allerdings problemlos
für diese Bäume wäre.
Voll bepackt mit Unterlagen erschien ich am 22.08.01 im Rathaus. Neue
Entwürfe für die Planung der Industriestraße gleich
dabei die schriftliche Bestätigung, dass es sich um Zürgelbäume
handelt, dass sie gesund und über 150 Jahre alt werden sowie
mit Anwachsgarantie umpflanzbar sind. Herr Wieder war sehr erstaunt
über meine Sammlung von Neuigkeiten, die wie er sagte sofort
alle nachprüfen lässt, und da es ihm auch um jeden Baum
leid täte, wenn es die Möglichkeiten zur Umpflanzung gäbe,
er sich mit Sicherheit dafür einsetzt.
Einen Antwortbrief von Herrn Wieder erhielt ich kurz darauf mit der
Mitteilung, dass es sich tatsächlich um Zürgelbäume
handelt doch waren viele Argumente gegen eine Umpflanzung aufgeführt,
(nicht genügend Platz zum Ausgraben, der Zeitplan käme durcheinander,
die Kabel im Erdreich, das Alter der Bäume) die ich zwischenzeitlich
alle schriftlich, von Baumgutachter, Forschungsinstitut und Großbaumumpflanzbetrieb,schriftlich
widerlegen konnte.
Auf keinen Fall möchte ich die Kompetenz unserer Fachgärtner
der Stadt anzweifeln, doch wie in jedem Gewerbe gibt es auch hier
Spezialisten, die immer auf dem neuesten Stand sind. Das kennen wir
Alle, auch bei uns im Betrieb gibt es Situationen, da wenden wir uns
an einen externen Spezialisten der die geforderte Arbeit ausführt.
Hierfür sind sie ja da. Wir haben doch viel mehr davon, wenn
man zusammen arbeitet als falsches Konkurrenzdenken aufkommen zu lassen.
Das Ergebnis beweist es immer wieder, die Fehlerquote sinkt, wir haben
zufriedene Kunden, das macht uns wiederum zufrieden |
Falscher Stolz
ist da nicht angebracht. Und so sollte meiner Meinung nach auch unsere
Stadt handeln. Hätte man schon bei der Pflanzung der Bäume
einen Spezialisten hinzugezogen, stünden jetzt keine Bäume
die 150 Jahre alt werden können an einer Straße die für
20 bis 30 Jahre geplant wurde. Durch
meine Pressearbeit bekam ich auch sehr viele Anrufe von Beschäftigten
im Gartenbaudie mir 100 % bestätigten, dass diese Bäume
umzupflanzen gehen.
Diese Bäume als Straßenbäume erreichen auch kein geringeres
Lebensalter, es sind typische Allee-Bäume habe ich mir schriftlich
vom Botaniker Herr Müller-Münchehof
bestätigen lassen, der die Bäume
untersuchte. Er schrieb mir: Dass diese Straßenbäume durch
unsachgemäße Einpflanzung und Zubetonierung bis zum Stamm
etwa 5 bis 10 Jahre lang sterben. Doch nach seinen Untersuchungen
sind unsere Bäume davon nicht betroffen, zudem sind sie noch
sehr jung.
Von
sämtlichen Briefen, die von mir an den OB gingen bekamen die
Mitglieder des Planungs-und Umweltausschusses eine Kopie. Herr Dr.
Bruder hat sich auch mit mir in Verbindung gesetzt, er wird in der
nächsten Planungs-und Umweltausschusssitzung einen neuen Antrag
für den Erhalt und somit Umpflanzung der Bäume stellen.
Ich hatte im letzten Brief an Herrn Wieder die Nichtanerkennung des
letzten Beschlusses vermerkt, da beschlossen wurde, 17 Maulbeerbäume
zu fällen, es handelt sich ja um Zürgelbäume, und zwar
um 18 Stück wie ich erst letztens feststellte. Schon wieder verlies
ich mich auf die Aussage von Herrn Kerutt, da die Bäume von der
Stadt gezählt wurden.
Auch den letzten Einwand, in "Die Rheinpfalz" vom 10.10.01
zu lesen, kann ich schriftlich von Experten widerlegen.
Großbaumverpflanzmaschinen arbeiten auf engstem Raum, der Arbeitsplatz
ist mehr als ausreichend. Der Hinweis auf die längere Umbauzeit
der Straße ist auch ungerechtfertigt, da der Straßenausbau
erstens in dem Ausbauplan, Fertigstellung 2003, nicht beinhaltet war,
und zweitens die Bäume mit diesen Umpflanzmaschinen ohne Vorbereitungszeiten
umzupflanzen sind. Der Vorschlag, die Bäume gerade 500 bis 1000
m weiter, an die neue Straße, die westl. der Beindersheimer
Str., Richtung Krankenhaus im neuen Gewerbegebiet, geplant ist, zu
verpflanzen, wurde von den Anliegern sehr positiv aufgenommen. Experten
heben den Baum mit ihrem Erdreich heraus, transportieren diesen auf
dem Gerät, und setzen den Baum wieder ein. Natürlich besteht
das Risiko, Kabel von den Straßenlaternen zu beschädigen,
aber das besteht auch bei der Entfernung des Baumes durch Fällen.
11 Anlieger-Unterschriften, die eine Umpflanzung befürworten
liegen mir inzwischen vor. |
Nun zu den Kosten:
Die Straße im neuen Gewerbegebiet wird gebaut, warum nicht gleich,
dies hätte auch noch den Vorteil, dass der Grundstücksverkauf
auf dieser Fläche schneller voran ging. Dadurch würden die
Umpflanzkosten auf ein Minimum gesenkt, denn das Abholzen und der
Abtransport in der Industriestraße sowie der Neukauf und Einpflanzung
von Bäumen für diese neue Straße wären nicht
mehr vorhanden. Auf jeden Fall kommt eine solche Umpflanzaktion nicht
so teuer, wie der Vorschlag der Stadt, von den nördlichen Anliegern
1,00 m bis 1,50 m Grund abzukaufen,
denn da käme einiges auf die Stadt zu: neue Bepflanzungen und
ebenfalls Umpflanzungen, auch von Großbäumen ( in diesem
Erdreich liegen übrigens
sehr viel Kabel), versetzen oder gar erneuern von Grundstückeingrenzungen,
sowie sämtliche Werbeschilder, die alle am äußersten
Rand der Grundstücke stehen, die meisten sind mit Beleuchtung
und die Werbepyllon's mit Fundament fest in der Erde mit Beton verankert.
Auch elektrische Rolltore befinden sich an verschiedenen Einfahrten.
Natürlich
auch noch der Betrag für die Grundstücks-qm .
Durch einen
im Sept. 2001 hergestellten Kontakt übers Internet mit einem
Großbaum-Umpflanzbetrieb in Frankfurt, lernte ich Herrn Hödicke
kennen. Mit Herrn Hödicke vereinbarte ich für den 19.10.01
um 13:00 Uhr einen Besichtigungstermin. damit er sich die Bäume
mal anschaut und begutachtet. Seine Entscheidung würde letztendlich
dazu beitragen : umpflanzen oder nicht.Am 19.10.01 um 13:00 Uhr kam
Herr Hödicke . Ich informierte die Stadtverwaltung worauf
zu diesem Termin unser OB Wieder, Herr Bössenroth, Herr
Schürrle (Betriebsamt) Herr von Osten (Grünflächenamt)
und ein paar Leute vom NABU Frankenthal
erschienen.
Herr Hödicke
sortierte mal schon 3 Bäume aus, die nicht mehr zur Umpflanzung,
wegen Baumschäden, geeignet wären . Die anderen 15 Bäume
wären Problemlos umzupflanzen. Herr Wieder forderte ein verbindliches
Kostenangebot. Herr Hödicke schlug aber dringend vor, eine Testumpflanzung
mit 2 Bäumen vorzunehmen, die im Jahre 2001 erfolgen sollte.
Am 23.10.01 fand wieder eine Planungs-u. Umweltausschusssitzung statt,
in der die Kostenrechnung besprochen werden sollte. Die
Testumpflanzung pro Baum beträgt 1830,- EURO (3580,- DM). Sollten
alle umpflanzbaren Bäume umgepflanzt werden, 1567,- EURO (3065,
DM) darin
sind enthalten: Loch auf neuem Gebiet graben, Baum ausgraben, Baum
transportieren, Baum einpflanzen, Baum 2 Jahre Nachversorgen.
Die Gegenrechnung
Abzug von Abholzung 522,- EURO (1022,- DM). Versorgung vom Grünflächenamt
522,- EURO (1022,- DM). Doppelte
Menge Baumersatz, wenn abgeholzt wird ???? DM.
Effektive Kosten für einen Baum ca. 522,02 EURO (1021,- DM)
Ab diesem
Zeitpunkt bekam ich von der Stadt ein Spendenkonto Verwendungszweck
Zürgelbaum Industriestr." eingerichtet um die Umpflanzkosten
zu mindern. 2001 tätigte ich allerdings noch keinen Spendenaufruf,
da die Weihnachtszeit vor der Tür stand und von der Stadt ebenfalls
Spendenaufrufe für die 425 Jahrfeier der Stadtrechte Frankenthal
ins Haus flatterten. Im Jahre 2002 und 2003 werde ich mich intensiv
für die Spenden zur Umpflanzung einsetzen. Ich selbst habe am
31.10.01 500,-DM auf dieses Konto eingezahlt. |
|
|
Nun
müsste man eigentlich denken, alles wäre geklärt. Oh
nein, der Stadt liegen keine Pläne über die Kabel im Erdreich
vor, die aber dringend von Herrn Hödicke gebraucht werden. Am
07.11.01 wurden daher 2 Testlöcher an verschiedenen Stellen der
Industriestr. gebuddelt. Und von Telekom habe ich der Stadt einen
Plan besorgt Seitdem warte ich gespannt auf ein Treffen von Herrn
Bössenroth und Herrn Hödicke, damit der neue Standort für
die Testumpflanzung und die Kabel im Erdreich begutachtet werden.
Seit Nov. 2001 bekommt die Stadt es nicht in den Griff ein Treffen
zu organisieren. Inzwischen hatten wir auch längere Frostperioden,
die eine Umpflanzung bestimmt nicht begünstigen. Meiner Meinung
nach sind das alles Verzögerungstaktiken. Erfahren hab ich auch
jetzt (von SWR 3 , die mit unserem OB telefonierten), dass nur ein
Baum testumgepflanzt werden soll. Ich werde alles daran setzen, dass
2 Bäume genommen werden, denn wenn ein Baum die Umpflanzung nicht
überleben sollte, kann man nicht gleich Rückschlüsse
ziehen, dass alle 18 Bäume nicht anwachsen
Am 17.11.01 habe ich 765 Zürgelbaumfrüchte geerntet, die
Samen habe ich vom Fruchtfleisch entfernt und eingesät. Sollte
ich das Glück haben, dass die kleinen Samen treiben, werde ich
die Pflanzen zu Gunsten der Umpflanzkosten verkaufen.
In diesem Nov. u. Dez. kam kein Treffen mit Herrn Hödicke und
Herrn Bössenroth mehr zu Stande. Am 21.01.02 telefonierte ich
mit Herrn Hödicke um zu erfragen, ob sich Herr Bössenroth
inzwischen mit ihm in Verbindung setzte. Er hatte Herrn Bössenroth
am 18.01.02 angerufen, der leider nicht da war, ihm eine Nachricht
mit der Bitte um Rückruf hinterlegen lassen. Die etwas längere
Frostperiode, die wir hatten würde auf keinen Fall hindern Bäume
umzupflanzen. Ich telefonierte mit Herrn Bruder am gleichen Tag ,um
nachzufragen, wie viele Bäume nun umgepflanzt werden sollen.
Er sagte mir, es wurde beim letzten Planungs- u. Umweltausschuss am
23.10.01 beschlossen 2 Bäume umzupflanzen. Er dachte , die Bäume
wären schon längst umgepflanzt, er werde in der nächsten
Stadtratssitzung danach fragen, wie es weitergeht.
Stadtratssitzung am 30.01.02 16:00 Uhr im Congressforum, ich war persönlich
anwesend. Unter 13 aufgelisteten Punkten wurde die Anfrage der Grünen
unter Punkt 12 bearbeitet.
Bruder:
Stimmt es, dass am 07.11.01 die Testlöcher gegraben wurden, da
laut Herrn Bössenroth von der Stadt, keine Kabelpläne vorhanden
waren ?
OB: nein, die Löcher sollen die 2 ausgesuchten Bäume
markieren und offen legen, wie nahe die Kabel an den Bäumen liegen.
Der östliche Baum könne nicht umgepflanzt werden, da ein
Kabelkanal direkt am Baum liegt.( Das ist eine Privatverlegung zwischen
2 Sutter-Hallen, die aber beim verbreiterten Straßenbau nach
meinem Wissen sowieso verlegt werden muss)
Bruder: Muss dann nicht noch ein Baum ausgesucht und ein Testloch
gegraben werden ?
OB: Das wird jetzt geschehen.
Bruder: Warum passierte seit der Grabung am 07.11.01 nichts
mehr?
OB: Dazwischen lag eine lange Frostperiode.
Bruder: Der Frost ist doch um, Bäume sollten doch in den
Wintermonaten umgepflanzt werden
OB: Die Stadt weiß, wann Bäume umzupflanzen sind.
Bruder: Kennt man schon den Zeitpunkt und den neuen Standort der
2 Testumpflanzungen?
OB: Wir müssen uns erst noch mal mit dem Großbaumumpflanzbetrieb
in Verbindung setzen, damit er sich die Testgrabungen ansieht. Voraussichtlich
kommen die Bäume an die Beindersheimer Str. in Höhe von
Wendt SIT. |
|
Am 08.02.2002
drittes Testloch gegraben. 22.02.02
07:30 Uhr: Stadt mit 2 Mitarbeitern an Testlöchern. Einer sitzt
im Auto, der andere hantiert mit Metermaß an Testgrabung.
Meine Frage war, was machen Sie da ? Antwort: wir sollen die Löcher
vermessen (was immer das heißen mag), denn genau unter den
Bäumen würde eine Gasleitung liegen. Das war für
mich ein Schock. Nach einem Jahr erbittertem Kampf, Nervenkrieg
unheimlichem Zeitaufwand,
nicht zu reden von den Spenden die zur Umpflanzung schon eingingen,
wird plötzlich eine Gasleitung entdeckt. Ich fühle mich
von der Stadt verarscht.
Am 26.02.02
um 10:00 Uhr, wieder 4 Männer der Stadt vor Ort. Herr Schwarz
vom Betriebsamt und die 2 gleichen Arbeiter der letzten Woche sowie
noch ein Herr, der sich nicht vorstellte. Die Testlöcher wurden
wieder (diesmal von Herrn Schwarz ) vermessen. Ein Gasrohr in 1,20
m Tiefe würde sich fast direkt unter den Bäumen sehrwahrscheinlich
die ganze I-Straße entlang liegen. Keiner weiß, wer
der Eigentümer dieses Rohres ist. Ein Plan liegt den Stadtwerken
nicht vor, und die Stadtwerke haben dieses Rohr nicht gelegt. Normale
Gasleitungen würden allerdings nur in 0,60 m Tiefe liegen.
Zudem müsste dieses Rohr mindestens 25 bis 30 Jahre alt sein,
da die Baumallee und die Parkbuchten danach erst angelegt wurden.
Nach den Vermessungen bekamen dann die 2 Arbeiter von der Stadt,
von Herrn Schwarz den Auftrag, die Löcher wieder zu verschließen.
Ich telefonierte
gleich mit Herrn Biundo um Ihm diese Situation mitzuteilen.
Er wolle heute Mittag vorbei kommen und sich diese Gasleitung ansehen
und gleich Herrn Bössenroth informieren, dass die Löcher
nicht zugeschüttet werden, da Herr Hödicke diese noch
nicht begutachtet hat. Mit Herrn Biundo telefoniert am 28.02.02
, es handelt sich womöglich um eine Gasfernleitung von Saarferngas
zur BASF,
muss nachgeprüft werden ob diese noch in Betrieb ist. Nicht
auszudenken, wenn diese Leitung jetzt nicht entdeckt worden wäre
und bei der Verbreiterung der Nord-Unterführung beschädigt
worden wäre, da für diese Leitung nirgends ein Plan vorliegt.
Man wird sich jetzt bemühen, den Eigentümer und die derzeitige
Verwendung der Leitung herauszufinden.
Am 05.03.02
um 16:00 Uhr Planungs-u. Umweltausschuss-Sitzung im Stadthaus. Ich
hatte vor hinzugehen, aber um 15:30 rief mich unser OB Wieder pers.
an, um mir mitzuteilen, dass die Bäume nicht umgepflanzt werden
können, da sich direkt darunter eine Ferngasleitung in Betrieb
befindet und dass (wohl eine plötzliche Entdeckung) über
die Hälfte der Bäume Längsrisse hätten. Daher
besuchte ich diese Sitzung nicht, das Ergebnis kannte ich ja schon.
Ich recherchierte, ob diese Angaben stimmen.
Am 06.03.02
rief ich bei Saarferngas an und sprach mit Herrn Vogt, der mir bestätigte,
dass hier eine Ferngasleitung liegt. Fast genau unter den Bäumen
entlang läge eine Benzin u. Ölleitung und ca 1,00 bis
1,50m zur nördl. Seite eine Ferngasleitung in ca 1,00 m Tiefe,
die wäre in Betrieb. Am 07.03.02 rief ich noch mal bei Herrn
Vogt an und fragte, wo braucht man eigentlich Benzin und
Ölleitungen, wo führen die hin? Er erzählte mir,
dass diese Leitungen 1960 gelegt wurden und in 2 Tanks an der Beindersheimer
Str. führten, die das Gemisch zu
Gas umwandelten und die Bevölkerung versorgte. Ca. 10 Jahre
später gab es Erdgas, dann sind diese Leitungen abgeschnitten
und verstöpselt worden. Also Schrott unter den Bäumen.
Schon am 25.11.1996 bei einem Treffen des Planungs u. Vergabeausschusses
wurde Herr Meier, Herr Wehner u. Herr Bössenroth nach diesen
Leitungen gefragt, die aber alle bis zu diesem Zeitpunkt nichts
davon wussten. Auch damals in den 80er Jahren kam es zu einem schweren
Umweltunfall bei der Gleisverlegung bei dem das Grundwasser total
verseucht wurde, keiner weis bis heute, ob die damals beauftragte
Fa. sämtl. Verunreinigungen entfernen konnte. 1998 war dann
die Steuerleitung dieser Anlage kaputt. Am 08.03.02 wandte ich mich
an Saarferngas Saarbrücken mit Mail und tel. es war Freitag
Nachmittag, habe noch keine Rückantwort. Saarferngas wandte
sich an die Frth.Saarferngas.
|
|
|
Telefonisch
machte ich vor Ort Termin 11.03.02 um 15:00 Uhr bei Stadtwerke und
danach Saarferngas Frth. um die Pläne einzusehen. Auf der südl.
Seite der I-Straße liegt zwar eine Erdgasleitung, aber wo genau
ist auch durch die Suchgräben nicht ersichtlich. Da ich seit
kurzem eine schriftl. Rechtsverordnung zum Schutze der Bäume
in Frankenthal in der Hand habe fallen alle Bäume der I-Straße
unter Schutz, da sie in 1 m Höhe mehr als 0,80 m Umfang haben.
Daher müssen alle Möglichkeiten zur Erhaltung der Bäume
ausgeschöpft werden. Am 19.03.02 ging ein Brief mit Fotomontage
I-Straße ohne Bäume an OB Wieder (Kopie an Ruckriegel u.
Bruder) raus mit dieser Mitteilung und dem Vorschlag, sollten Leitungen
im Weg liegen, umzulegen (Privatleute müssen das ja auch). Am
19.03.02 mailte ich auch unserer Umweltministerin Frau Margit Conrad
mein Problem und unterrichtete kurz über die derzeitige Lage.
Am 21.03.02 vormittags wurden die Suchgräben von der Stadt wieder
zugeschüttet. Am 25.03.02 sprach ich mit Herrn Hödicke,
der mir mitteilte, so ungefähr vor 3 Wochen von Herrn Bössenroth
angerufen worden zu sein, mit der Aussage, unter den Bäumen liegt
eine Gasleitung, die eine Umpflanzung unmöglich macht. Wochen
vorher war Herr Hödicke auch zu einer Besichtigung der Suchgräben
und dem zukünftigen Standort der Bäume in Frankenthal. Natürlich
wäre er immer noch bereit, die Bäume im Herbst umzupflanzen.
Am 26.03.02 schrieb ich einen Leserbrief in "Die Rheinpfalz"
da ich noch von niemandem eine Reaktion erhielt.
05.04.02
Herr Bössenroth u. Herr Bruder um 9:00 Uhr vor Ort in der Industriestraße.
Es wird noch mal ein Loch gegraben um die genaue Lage der Gasleitung
auszumachen. Eine Leitungsverlegung käme auf eine halbe Million
Mark. Am 08.04.02 wurde wieder ein Loch gegraben, und zwar gleich
neben dem Baum und nicht in die Straße. In ca 1,50 m Tiefe liegt
ein graues mit ca 20 cm Durchmesser Rohr, das direkt unter den Bäumen
entlang läuft, Was drinnen ist weiß ich noch nicht. Das
Erdgasrohr dürfte es nicht sein, da dies die Farbe gelb oder
schwarz hat (laut Saarferngas). Es war nicht das Erdgasrohr. Am 10.04.02
wurde weiter in die Straße gegraben, nun wurde es gefunden,
in ca 1,70 m Tiefe ca 0,80 m vom Baum entfernt mit ca 0,50 m Durchmesser,
eine 400er Hochdruck Ferngasleitung. Herr Hödicke ist informiert,
er wird
sich die Sache ansehen und entscheiden ob eine Umpflanzung möglich
ist. Am 24.04.02 ist wieder eine Stadtratssitzung in der das Thema
Zürgelbäume noch mal behandelt wird.
Am 22.04.02 verschickte
ich meine Pro und Contra Aufstellung Natur gegen Beton" an die
Vorsitzenden des Planungs-und Umweltausschusses, Herrn Bruder, Frau
Ruckriegel, Frau Hetzel und Herrn Biundo. Worauf Herr Biondo am 23.04.02
nachmittags gleich bei mir vor Ort war, um mit mir das frisch gegrabene
Ferngassuchloch zu begutachten. Das vorher ersichtliche graue Leerrohr
(grau u. ca
20 cm Durchm.) direkt unter den Bäumen waren nicht mehr zu sehen,
da Grund abgebrochen und dadurch das Rohr verschüttet wurde.
|
|
Am 24.04.02
erhielt ich ca 14:30 Uhr den Plan von Zeichnungen über die
Lage der Leitungen von 3 Suchgräben von Herrn Hödicke,
den er von Herrn Bössenroth erhielt, in dem man erkennen sollte
wie tief die Ferngasleitung liegt, gefaxt. In allen 3 Zeichnungen
waren die Ferngasrohre mit Maßen eingezeichnet, obwohl sie
bei den ersten beiden Grabungen im Februar gar nicht sichtbar waren.
Den Plan faxte ich Herrn Biundo (Stadtratsmitglied CDU) noch vor
der Stadtratsitzung zu. Herr Bruder bekam den Plan mit der Feststellung,
dass die Maße nicht stimmen, von mir leider erst nach der
Sitzung gefaxt. Die Antwort des Großbaumumpflanzbetriebes
auf diesen Plan, laut Herrn Wieder bei der Stadtratssitzung am 24.04.02:
unter diesen Umständen kann nicht ausgeschlossen werden, dass
die Ferngasleitung bei einer Umpflanzung beschädigt wird. Auch
der Vorschlag einer 7,00 m breiten Straße führte zu einem
Nadelöhr, da die Nordunterführung 7,50 m breit werden
soll. Wir haben uns bemüht, doch werden wir das Kapitel abschließen.
Am 26.04.02 besuchte mich nachmittags Herr Gerhard Ahnen (Buntspecht)
, mit ihm als Zeugen haben wir eine Tiefe des Rohres von 1,60 m
festgestellt. Ich rief Herrn Hödicke an, ob dies einen Unterschied
zu den Maßen von 1,20 m bei einer Umpflanzung ausmacht.
Herr Hödicke sagte sofort, natürlich macht dies einen
Unterschied, das sind ganz andere Voraussetzungen. Bei einem solchen
Vorhaben sind 0,40 m sehr wichtig. Er wolle die nächsten Tage
doch mal vorbei kommen und sich das Loch mit Leitung ansehen.
Am Samstag den 27.04.02 ging ein Brief mit der Bitte um Aufklärung
an OB Wieder raus Kopien an Bruder (Grüne), Heb (SPD) und Hezel
(FWG). Herr Hödicke war am 30.04.02 um 11:30 Uhr vor Ort, wir
haben ausgemessen, die Maße stimmen tatsächlich nicht.
Trotzdem einigten wir uns, keine Umpflanzung vorzunehmen. Er fand
es allerdings sehr schade, dass der Stadt keine andere Lösung
einfällt um die Alleezu erhalten. Inzwischen ist auch noch
ein Brief an das Straßenverkehrsamt in Speyer unterwegs, mit
der Anfrage: ob es wirklich unmöglich ist, einen in beiden
Richtungen befahrbarer Radweg in einen Kreisel einzubinden. Am 02.05.02
wurde der Suchgraben wieder zugeschüttet.
Am 04.05.02 erhielt ich auch einen Antwort-Brief von unserem OB
in dem er mir mitteilte, dass ich ihn in meinem Brief zum Lügner
gegenüber den Stadträten machte und keinerlei Diskussion
zu diesem Thema mehr wünscht. Vom 30.05.02 und 02.06.02 teilte
Frau Schmitt 100 ich 103 Rundschreiben, mit Informationen
und eine Umfrage zum Thema Ausbau Industriestr. im ganzen Industriegebiet
Nord aus, um den Anliegern bewusst zu machen, dass die Stadt auf
"Teufel kommraus" baut und alle die Zeche zahlen.
Am 31.05.02 mit Herrn Boos
von Saarferngas gespr., die Hochdruckleitung hat in bestimmten Abständen
einen Schieber mit dem man die Zufuhr von Gas stoppen und das Rohr
entleeren kann, dies wäre aber mit Kosten verbunden. Herrn
Hödicke angerufen 31.05.02 er werde trotzdem keine Umpflanzung
vornehmen, da eine Beschädigung des Rohres mit seinen großen
Maschinen nicht auszuschließen wäre und er dann die Kosten
tragen müsse. Am 31.05.02 an Stadtbauamt Brief mit 13 Fragen
geschrieben. An Stadtverwaltung Spendenkto-Stelle am 31.05.02 geschrieben,
(sollte keine Umpflanzung stattfinden) mit der Bitte die Spenden
zur Umpflanzung der Zürgelbäume zurückzuzahlen.
|
|
|
|
Mit
Verkehrsamt in Speyer Herrn Helling am 03.06.02 telefoniert,
ein in beiden Richtungen befahrbarer Radweg geht ohne Probleme in
einen Kreisel einzubinden, die Radfahrer würden sogar durch
die Bäumen vom Straßenverkehr geschützt. Eine 7,00
m breite Straße ist ausreichend für LKW-Verkehr, da die
LKW,s mit ausgeklapptem Außenspiegel max. 2,85 m breit sein
dürfen und auch in absehbarer Zukunft
nicht breiter werden. Ob 7,00 m Breite wie ein Nadelöhr wirkt
ist Ansichtsache.
Erhielt
am 06.06.02 vormittags Anruf von Herrn Karl Sutter, er hatte mit
OB Wieder telefoniert wegen der Kosten die auf uns zukommen. Er
erhielt die Antwort, dass diese noch gar nicht ausgerechnet wären,
und dass nach den Sommerferien eine Versammlung zum Thema Ausbau
Industriestr. stattfinden wird.
Von Herrn
Dörr am 07.06.02 einen Anruft erhalten, Baustelle steht
still, da sich Risse auf seinem Gelände bilden. Heute Treffen
bei ihm vor Ort um zu beratschlagen wie es weiter geht. Für
Baueinhaltungsgrenzen zwei verschiedene Abgrenzstreifen als Kennzeichnung,
einer von Saargas und einer von der Stadt. Zwei Tage später
gingen die Bauarbeiten an der Unterführung rücksichtslos
weiter.
Von Herrn
OB Wieder einen Brief auf die Fragen ans Stadtbauamt erhalten Antwort:
Die Fragen können nicht abschließend beantwortet werden.,
doch Ende Sept. wird nochmals eine Versammlung mit den Anliegern
zu diesem Thema statt finden.
Die Rückmeldungen
meiner Umfrage im Industr-Gebiet Nord waren positiv, keiner ist
bereit die Fällung der Bäume zu finanzieren, auch die
Straßenbreite von 7,00 m reicht jedem aus. Die Bewohner des
Industrie-Gebietes Nord sind sehr verärgert, da ihnen jede
Information von der Stadt gefehlt hat.
Diese
Auswertung und noch viele weitere Fragen werde ich an dem Gesprächstermin
am 04.09.02 bei unserem OB vortragen und hoffe auch durch die im
Moment doch sehr großen Naturkatastrophen etwas zu bewirken.
Gesprächstermin am 04.09.02 bei unserem OB : nicht sehr zufriedenstellend,
(ich brachte ihm einen kleinen Zürgelbaum aus meiner Züchtung
mit, worauf er sich bedankte und sagte: der muss erst noch in die
Baumschule") Von einer Straßenbreite von 7,50 m wäre
nie die Rede gewesen. Die Bäume müssen aber trotzdem gefällt
werden, da sie auch bei einem Ausbau der Straße mit 7,00 m
stören. Sollte ich eine Lösung finden, die an der nördl.
Straßenseite mind. 1,00 m Fußweg und 7,00 m Straßenbreite
aufweist und die Bäume immer noch nicht hindern, können
wir noch mal darüber sprechen. Allerdings fordert er dann einen
Gang mit mir zu einem Staatsanwalt bei dem ich mit meiner Unterschrift
die Verantwortung für jeden umgefahrenen Fußgänger
auf dem Fußweg übernehmen soll.
Ich wusste
nicht, dass dies so üblich ist. Da ich trotz solcher Androhungen
nicht aufgeben werde, brauche ich dringend Hilfe von einem Experten
der auch um den Erhalt der Natur kämpft, und mir schriftlich
geben kann, dass der Platz für eine 7,00 m Straße und
einen Fußgängerweg
ausreicht. Ich selbst habe schon x-mal die Straße ausgemessen,
da kam ich auf 7,00 m Straßenbreite und einen Fußweg
von 1,35 m. Mir selbst wird nichts geglaubt, ich muss mir immer
Bestätigungen von außerhalb holen. Auf
die Zustände an der Beindersheimer Str. angesprochen ( 1,80
m bis 2,00 m für Radfahrer und Fußgänger in beiden
Richtungen) erhielt ich die Antwort: "das wird alles mal geändert."
|
|
|
Bei Abholzung
der Bäume stehen noch keine Ersatzpflanzungen fest, ein Grün
-(Abfall)streifen soll eingezogen werden. Ein Plan von der zukünftigen
Straße liegt noch nicht vor. Dass nicht alle Anlieger der I-Straße
über die Ausbaumaßnahme informiert wurden streitet Herr
Wieder ab, obwohl ich es schriftlich vorliegen hatte.
Die Maßnahme
Industriestraße nennt sich Ausbau und die Kosten werden auf
das ganze Industriegebiet umgelegt. Das heißt bis zur Bahnlinie,
Nordbrücke, Westring, Fa.Weismann, das ganze neue Gewerbegebiet
westl. der Beindersheimer Str.. Der Ausbau soll im Frühjahr 2003
begonnen werden, das Industriestraßenfest soll dadurch um 1
Jahr verschoben werden obwohl der Termin zum 10. und 11. Mai 2003
schon im Jahre 2001 beim Ordnungsamt festgelegt wurde.
Um die Rückzahlung
der Spenden für die Umpflanzung der Zürgelbäume will
sich Herr Wieder persönlich kümmern. Die Spendengelder flossen
erst nach einem Jahr wieder zurück zu den Spendern, das Geld
in der Spendenbüchse übergab ich dem Tierschutzverein.
Am 10.09.02
ca 16:00 Uhr rief mich Herr Wieder an, um mir mitzuteilen, dass er
in der nächsten Planungs-und Umweltausschuss-Sitzung den Vorschlag
macht, die Straße mit den Bäumen, sowie die Parkbuchten
so zu belassen wie sie ist, nur an der nördl. Seite soll der
Radweg weg genommen werden. So entsteht eine 7,00 m Straßenbreite
mit Fußweg von 1,35 m. Ich war persönlich anwesend, doch
der Vorschlag von Wieder wurde skeptisch abgelehnt. Die SPD hatte
ein Vorschlag, der für alle Parteien akzeptabel sein könnte,
den östlichen Teil der Industriestr. von der neuen Unterführung
aus mit 7,30 m breite bis zu der mittleren Industriestr. um 0,30 Meter
zu verjüngen und genau so anzulegen (mit einer Allee) wie die
übrige Straße. Doch die CDU ist bei uns im Stadtrat in
der Überzahl und stimmte am 05.11.02 in einer Stadtratssitzung
dagegen. Die Bäume werden gefällt.
Am 21.01.03
waren die Bäume früh morgens noch bei Dunkelheit in einer
Nacht- und Nebelaktion ohne irgendwelche Ankündigung gefällt
worden. Innerhalb 2 Std. war alles vorbei, nur die Stumpen wurden
stehen gelassen, die bis heute den 12.05.2003 immer noch stehen und
mir täglich Tränen in die Augen treiben. |
|
Folgende
Feststellungen erhielt ich auch von einem Experten:
Die Behörden einer Gemeinde sind nur treuhänderische Verwalter
des Gemeineigentums,
Eigentümer dieses Gemeineigentums, und damit auch der Bäume,
sind die Bürger.
|
|
© Rosemarie Kern Industriestraße
40 67227
Frankenthal
eMail:carlack.kern@t-online.de
zum
Seitenanfang Aufzucht
von Zürgelbäumen
zurück
zur Übersicht
|
| |
|
|