| "Werden
noch viele solcher mutigen Pioniere brauchen, um Herausforderungen des Jahrtausends zu meistern" Deutsche
Bundesstiftung Umwelt verlieh zum elftenmal Deutschen Umweltpreis. |
Freude nach der Vergabe
des Deutschen Umweltpreises (v.l.): Prof. Dr. Claus Mattheck, Bundespräsident
Johannes Rau, Hermann Josef Schulte, DBU-Generalsekretär Dr. Fritz
Brickwedde. Foto: dbu Der mit 500.000 Euro höchstdotierte Umweltpreis Europas ist zum elftenmal vergeben. Bundespräsident Johannes Rau überreichte am 26. 10. 03 in Osnabrück dem Leiter der Abteilung Biomechanik am Forschungszentrum Karlsruhe, Prof. Dr. Claus Mattheck (55), und dem Gründer und Geschäftsführer der HJS Fahrzeugtechnik, Hermann Josef Schulte (56, Menden), den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Dabei betonte er, dass der Umweltschutz ein Dauerthema und auf der Agenda der Politik bleiben müsse: "Zulange hat man geglaubt, dass es einen Gegensatz zwischen Ökologie und Ökonomie gibt. Dabei schafft Umweltschutz Arbeitsplätze und vernichtet sie nicht." Mit dem Preis würdigt die DBU die Pionierleistungen, die Mattheck national wie international als Dolmetscher der Sprache der Natur in technische Produkte sowie für den Baumschutz erbracht hat. Schulte wird für Forschung und Entwicklung umweltfreundlicher Abgastechnologien im Fahrzeugbau ausgezeichnet, speziell für die Entwicklung eines Partikelfilters für Dieselmotoren. |
| "Gelebtes Beispiel
für die fruchtbare, nicht immer machbar geglaubte Synthese aus Ökonomie
und Ökologie" In seiner Laudatio unterstrich Dr. Christoph Zschocke, Vize-Präsident der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) und Mitglied der Jury des Deutschen Umweltpreises, mit Hermann Josef Schulte werde ein "engagierter, ebenso rastloser wie zukunftsorientierter unternehmerischer Kopf" ausgezeichnet, "der seit mehr als zwei Jahrzehnten als gelebtes Beispiel für die fruchtbare, nicht immer machbar geglaubte Synthese aus Ökonomie und Ökologie steht". Mehr noch: Schulte zeige, "dass der Umweltschutz eine originäre unternehmerische Aufgabe ist". Innovativ und mutig habe er sich nahezu lehrbuchartig einen Unternehmenserfolg in ökonomischer und ökologischer Hinsicht erarbeitet. Er verkörpere in herausragender Weise den dynamischen Unternehmer, der als Pionier dafür sorge, dass bis dahin marktgängige Produkte durch innovativere im Wettbewerb verdrängt werden. Zschocke: "Das funktioniert hier ähnlich wie in der Evolution: Neue Strukturen entstehen, alte werden zerstört "im positiven Sinn." 1976 zu einem "echten Risikounternehmer" avanciert 1976 sei Schulte von einem angestellten Unternehmenslenker zu einem "echten Risikounternehmer" avanciert. Bereits wenige Jahre nach der Gründung sei HJS schon damals als Pionier erster Anbieter von Nachrüstkonzepten für Drei-Wege-Katalysatoren gewesen und entwickele heute national wie international Filtersysteme für die Automobilbranche. Der Partikelfilter für Dieselmotoren sei eine Pionierleistung, "die nicht allein darin besteht, durch Materialinnovationen Ressourcen zu schonen, sondern die Gesundheit der Menschen zu schützen und umweltschonenden Systemen "wie hier dem kohlendioxidarmen Dieselmotor" weiter zum Durchbruch zu verhelfen." |
Stellten
sich den interessierten Fragen der Journalisten (v.l.): Prof. Dr. Claus
Mattheck, DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers, DBU-Generalsekretär
Dr. Fritz Brickwedde, Hermann Josef Schulte. Foto: dbu "In vielen
fremden Wissenschaften gewildert und deren Wesen und Probleme miteinander
verbunden" |
Festbankett zu
Ehren der Preisträger. "Sie leisteten
und leisten einen großartigen Beitrag für die Entwicklung unserer
Gesellschaft" |
| Text: dbu |
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