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Ausstellung und Palmenpfad im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem
20. Mai 2011 bis 26. Februar 2012 Palmen gelten für viele Menschen als Inbegriff von Tropen, Urlaub und Fernweh. Für die Botaniker bilden die Palmae oder Arecaceae eine der spannendsten und diversesten Pflanzenfamilien überhaupt. Sie sind auf allen Kontinenten in tropischen und subtropischen Regionen anzutreffen und werden seit zwei Jahrhunderten planmäßig besammelt, beschrieben, klassifiziert, erforscht und in Gewächshäusern und Museen ausgestellt. Sehr viel länger werden Palmen vom Menschen vielfältig genutzt. Sie bildeten die Voraussetzung für die Eroberung und Besiedlung der Inselwelt Ozeaniens. Heutzutage sind Palmenprodukte aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.
Die Erfassung und Erklärung der Mannigfaltigkeit von Palmen ist bis heute nicht abgeschlossen. Diese vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem (BGBM) in Zusammenarbeit mit den Royal Botanic Gardens in Kew bei London (RBG Kew) erarbeitete Ausstellung zeigt den derzeitigen Stand unseres Wissens über die Biodiversität dieser spektakulären Pflanzenfamilie. [ ...mehr ]
Der Wald in Deutschland ist mehr als die Summe seiner Bäume. Wenn sie bedroht sind, gehen die Deutschen auf die Barrikaden. Denn der Wald ist in unserem Land nicht nur eine von der Forstwirtschaft geformte Kulturlandschaft und das Ergebnis moderner Freizeitgestaltung zwischen GPS-gestützten Wanderungen und Baumwipfelpfaden. Wälder und Bäume verfügen zugleich über hohe symbolische, spirituelle, märchengleiche Ausstrahlungskräfte und sind seit jeher Gegenstand deutscher Dichtung, Kunst und Musik. Auf diese Weise hat sich der Wald tief im Bewusstsein der Deutschen verankert – nicht nur, wenn wir unter Bäumen wandeln.
Diese besondere Beziehung der Deutschen zum Wald wird in der Ausstellung visualisiert. Sie konzentriert sich zunächst auf die Zeit der Romantik um 1800, in der Wald und Bäume zum Gegenstand einer wissenschaftlich fundierten Forstwirtschaft werden und zugleich die Literatur, die Musik und die bildende Kunst als Sujet und Thema bereichern. Vor allem die Malerei – sie bildet das Herzstück der Ausstellung – formte Muster der Wahrnehmung, die bis heute unseren Blick auf den Wald prägen.
Auf großzügiger Ausstellungsfläche gerät aber auch die Rolle des Waldes als Ort der Gewalt, als Bühne der Macht, als Inbegriff nationaler Identität, als Teil der Populär- und Trivialkultur und als touristischer Sehnsuchtsraum in den Blick. Ausgeleuchtet wird zudem der auf den Wald fixierte Naturschutz bis hin zur Debatte um das „Waldsterben“.
Ort: Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, D-10117 Berlin, Fon +49 (0)30 20304-444
Laufzeit: 2. Dezember 2011 bis 4. März 2012
Öffnung: täglich von 10 bis 18 Uhr mit Ausnahme des 24. und 25. Dezember 2011
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