22.10.2003
- Osnabrück. Verwunderung, verständnisloses Kopfschütteln
die Kritik an den Kritikern des designierten Umweltpreisträgers
2003, Prof. Dr. Claus Mattheck, wird zunehmend lauter. "Bei uns stehen
die Telefone nicht still. Per Fax und E-Mail distanzieren sich Baumsachverständige
aus ganz Deutschland von dieser offensichtlichen Kampagne", formuliert
es Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung
Umwelt (DBU). Sie verleiht den mit 500.000 Euro höchstdotierten
Umweltpreis Europas am Sonntag in Osnabrück.
"Einer der
innovativsten Wissenschaftler".
So zitiert Elpers etwa Diplom-Ingenieur Wolf-Dieter Hirsch (Niedernhausen),
der die DBU zu ihrer Preisträgerwahl Mattheck ausdrücklich beglückwünscht.
Hirsch seit fast zehn Jahren vereidigter Baum-Sachverständiger
und ehemals Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Wiesbaden auch für
Baumpflege bezeichnet Mattheck als "einen der innovativsten
Wissenschaftler". Seine Erkenntnisse beruhten "auf tausendfachen
Felduntersuchungen in aller Welt" und seien "wissenschaftlich
200prozentig abgesichert".
"Stimmige" Methode zur Verkehrssicherheitskontrolle von Bäumen
Seine "stimmige“ Methode zur Verkehrssicherheitskontrolle von Bäumen
habe sich "rasant in der ganzen Welt verbreitet". Sie liefere
"genaueste Werte zur Beurteilung der Standsicherheit von Bäumen".
Nur die Mattheck-Methode habe rechtlich bisher höchstrichterliche
Weihen empfangen.
"Scheinbar breite Kritik vortäuschen, die tatsächlich
nicht existiert"
In dasselbe Horn bläst nach Darstellung des DBU-Pressesprechers auch
Nicolas A. Klöhn, Sachverständiger für Bäume
aus Berlin. Mattheck habe den Preis "aufgrund seiner fachlichen Leistungen,
wegen seiner Bereitschaft, sein Wissen zu teilen, und seiner Hilfsbereitschaft
unter Kollegen zweifelsfrei verdient" und sei ein "würdiger
Preisträger". Auffällig sei, dass mehrere einzelne Kritiker
nun auftreten, die in engem Kontakt zueinander stünden, "offenbar
um so eine scheinbar breite Kritik vorzutäuschen, die tatsächlich
nicht existiert".
Mattheck-Methode bei Gerichten bis zum Bundesgerichtshof anerkannt
Es entstehe der Eindruck, dass sie mit fachlich unrichtiger Kritik und
auch mit Angriffen auf die Person Claus Matthecks versuchten, mit ihren
Methoden am Markt zu bleiben."Dabei sei die Mattheck-Methode vielfach
Teil standardisierter Ausschreibungstexte, sei bei Ämtern bis auf
wenige Ausnahmen fachlicher Standard, bei Gerichten bis zum Bundesgerichtshof
anerkannt, einziger Standard im Haftungs- und Versicherungsrecht und habe
sich über Deutschland hinaus schnell und weltweit verbreitet.
"Nötige wissenschaftliche Grundlage bei der Beurteilung von
Bäumen"
Diplom-Ingenieur Matthias Zorn vom Gartenbau-Sachverständigenbüro
Zorn in Usingen-Wilhelmsdorf - öffentlich bestellter und vereidigter
Sachverständiger - freut sich nach Elpers‘ Darstellung "mit
seinen fünf Mitarbeitern sehr über die Verleihung des Umweltpreises
an Prof. Dr. Claus Mattheck". Seine Methode gebe den Kontrolleuren
"die nötige wissenschaftliche Grundlage bei der Beurteilung
von Bäumen, ohne dabei die gute alte Praxis zu verlassen".
"Wertvolles Instrumentarium, das mir Überblick und Sicherheit
im Umgang mit Natur und Gehölzen gib"
Hochachtung für Mattheck und seine Auszeichnung auch von Diplom-Ingenieur
Hans Kost aus Tübingen, öffentlich bestellter und vereidigter
Sachverständiger für Gehölzwesen mit dem Sachgebiet Verkehrssicherheit.
Er sei froh, dass es einen "derart kompetenten, fachlich versierten
und mit dem notwendigen Hintergrund zur Vermittlung dieses Wissens ausgestatteten
Fachmann wie Herrn Prof. Dr. Claus Mattheck gibt". Er habe von Mattheck
viel lernen können, was sich in die Praxis umsetzen lasse und auch
für Laien verständlich sei. Er kenne keine andere Methode, die
auch nur annähernd verständlich und vermittelbar sei. Auch für
die tägliche Arbeit als Leiter einer Unteren Naturschutzbehörde
habe er ein "wertvolles Instrumentarium an der Hand, das mir Überblick
und Sicherheit im Umgang mit Natur und Gehölzen gibt".
"Sie sollten sehr stolz sein, einen solchen wundervollen Wissenschaftler
in Ihrem Land zu haben"
Auch international habe die Auszeichnung Matthecks Anerkennung gefunden,
so Elpers. Wenn die Kritiker anführten, der von ihnen selbst als
"der bekannteste Wissenschaftler im Baumbereich" bezeichnete
Prof. Dr. Alex L. Shigo aus den USA fühle sich durch Prof.
Dr. Claus Mattheck "missbraucht", dann sei es doch erstaunlich,
dass derselbe Prof. Dr. Shigo dem Preisträger ausdrücklich gratuliert
habe: "Wir sind sehr stolz auf Dich! Die Bäume sind sehr stolz
auf Dich! Du hast hart und lange gearbeitet, um unserer Umwelt zu helfen.
Eifersucht wird es geben, ich weiß. Ich musste sie mein ganzes Leben
ertragen." Und in einem Schreiben Shigos an die Stiftung heiße
es unter anderem: "Ich war sehr erfreut, von seiner wundervollen
Auszeichnung zu hören. Er hat den Bäumen und Deutschland Gutes
getan. (...) Sie sollten sehr stolz sein, einen solch' wundervollen Wissenschaftler
in Ihrem Land zu haben."
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