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Aktuelle Seminare
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Gefährliche, nicht zugelassene Schneidwerkzeuge an Freischneidern und Motorsensen können zu schweren Unfällen führen. Die Europäische Kommission hat inzwischen die Mitgliedsstaaten angewiesen, den Verkauf zu untersagen. Auch die Gartenbau-Berufsgenossenschaft warnt vor dem Erwerb.
Tragbare Freischneider und Motorsensen sind handgeführte Gartengeräte, die ursprünglich für den Einsatz im Forstbereich zum Schneiden von Gestrüpp bzw. holzartiger Vegetation entwickelt worden sind. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit haben diese Geräte aber bereits seit vielen Jahren Einzug im Gartenbau erhalten. Auch viele Kommunen und Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus besitzen solche Geräte und setzen diese regelmäßig in Parkanlagen, im Bereich des Straßenbegleitgrüns, auf Friedhöfen wie auch auf sonstigen Grünflächen ein. Die Geräte sind daher aus diesem Anwendungsbereich nicht mehr wegzudenken.
[ ...mehr ] (Foto: Gartenbau-BG)
Mit Einführung der staatlichen Arbeitsmedizin Vorsorge-Verordnung - ArbMedVV - mussten die H9-Vorsorgeuntersuchungen aus dem Vorschriftenwerk der Gartenbau-BG gestrichen werden. Bei vielen Unternehmern, die gefährliche Baumarbeiten durchführen, besteht seither eine gewisse Unsicherheit bezüglich der neuen Verfahrensweise. Die bewährte H9-Untersuchung enthielt in gut umsetzbarer Weise die notwendigen arbeitsmedizinischen Vorsorge-Komponenten und Vorgaben zur Feststellung der Eignung für gefährliche Baumarbeiten. Nach dem Wegfall der H9-Untersuchung, die eine Grundlage für die Durchführung solcher Tätigkeiten aber auch für die Lehrgangsteilnahme an AS-Baum-I oder –II und SKT-A oder -B war, ist eine große Unsicherheit hinsichtlich der nun durchzuführenden Untersuchungen in der Baumpflegeszene festzustellen. [ ...mehr ] (Foto: Iring Süss / pixelio.de)
Bis Beginn der 1950er Jahre waren Maikäfer eine Landplage. Dann wurde das inzwischen verbotene Insektizid DDT zur Bekämpfung eingesetzt und damit ganze Landstriche vergiftet. Der Maikäfer galt als nahezu ausgerottet. Jetzt ist er wieder da und mit ihm die Giftspritze.
Maikäferplagen am Kaiserstuhl sind nicht Neues, so auch in diesem Frühjahr. Rund um das badische Mittelgebirge fliegen seit Tagen Tausende Maikäfer umher. Schon sind zahlreiche Bäume kahlgefressen. Der NABU protestiert gegen die geplante Vergiftung der Maikäfer am Kaiserstuhl. Ausgerechnet am 3. März, dem Welttag des Artenschutzes, informierte die Landesregierung Baden-Württemberg die Öffentlichkeit am Kaiserstuhl über die geplanten Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Feldmaikäfer.
Ab dem 2. Mai sollen Hubschrauber vor allem über den Waldrändern im Kaiserstuhl wieder großflächig Insektizide sprühen. Voraussichtlich werden auch Naturschutzgebiete, auf jeden Fall aber EU-Vogelschutzgebiete eingenebelt. [ ...mehr ] (Foto: Frank Hollenbach / pixelio.de)
In diesen Tagen lassen sie sich aller Orten bewundern: die wunderschönen Blütenkerzen der Rosskastanien. Für die meisten Deutschen ist es die schönste Blüte von allen Bäumen. Und
keiner möchte die Kastanien aus dem Landschafts- und Stadtbild verschwinden sehen. Doch so könnte es kommen!
Zum Ende der Kastanienblüte fliegt die erste Generation der Kastanienminiermotte wieder aus. „Dieses eingewanderte Insekt verursacht die frühe Blattfärbung an den Kastanien und lässt die Bäume bereits im Spätsommer an vielen Orten so erscheinen, als wären sie vertrocknet.“ erklärt Christoph Rullmann, der Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Bundesverband. „Doch ohne grüne Blätter keine Photosynthese, kein Stoffwechsel bei den Bäumen - darunter leiden die Bäume immens.“, so Christoph Rullmann weiter. [ ...mehr ] (Foto: SDW )
Menschen, die mit ihren Pflanzen sprechen, sind nichts Ungewöhnliches. Dass Pflanzen sich auch untereinander geräuschvoll Mitteilungen machen, ist eine neue Erkenntnis, die Forscher in Australien gewonnen haben.
Als der südafrikanische Botaniker Lyall Watson in seinem 1973 veröffentlichten Bestseller "Supernatural" behauptete, Pflanzen hätten Gefühle, die durch einen Lügendetektor nachweisbar seien, konnten Wissenschaftler darüber nur müde lächeln und taten den Gedanken als Unsinn ab.
Dr. Monica Gagliano, wissenschaftliche Mitarbeiterin der University of Western Australia (UWA) in Perth, hat nun entdeckt, dass Pflanzen tatsächlich auf Töne reagieren und durch Klickgeräusche wahrscheinlich sogar miteinander kommunizieren. [ ...mehr ] (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)
Niederländischen Behörde findet Larve des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Verpackungsholz
Wie der Internetpräsenz von BloembollenVisie (NL) zu entnehmen ist, sind bei Inspektionen der niederländischen Behörde für Lebensmittel-und Wares (nVWA) bei Importeuren und Händlern von Naturstein aus China, seit Anfang März bei vier Unternehmen 29 lebende Larven unterschiedlicher Käferarten in den Holzverpackungen von Lieferungen aus China gefunden worden. In dem Holz einer Verpackung ist eine lebende Larve des asiatischen Laubholzbockkäfers gefunden worden. Die Entdeckung der Larven ist lt. nVWA ein Hinweis darauf, dass das Verpackungsholz im Ursprungsland nicht in der vorgeschriebene Weise behandelt wird. Für die Einfuhr von Verpackungsholz aus Drittländern gilt der IPPC-Standard ISPM Nr. 15. Das Holz muss entweder im Holzkern auf eine Temperatur von 56 °C für 30 Minuten erhitzt worden oder mit Methylbromid begast sein. ( Foto: Yerpo, - Creative Commons 3.0 Unported )
Die sternförmigen Früchte des Kolabaumes, von dem über 100 Arten in den tropischen Regenwäldern Afrikas wachsen, geben den Wissenschaftlern immer noch Rätsel auf. Forscher der Universität Rostock wollen jetzt gemeinsam mit ihren afrikanischen Kollegen herausfinden, welche Geheimnisse sich noch in den Samen der Früchte, den so genannten Kolanüssen, verbergen. Ihnen wird wegen des hohen Koffeingehaltes nachgesagt, dass sie unter anderem das zentrale Nervensystem anregen und für einige Zeit ein Gefühl von Glück und Euphorie auslösen. Einige bekommen nach dem Verzehr Nerven wie Stahlseile und lassen sich durch fast nichts mehr aus der Ruhe bringen. Auch wird man sehr munter und die körperliche Leistungsfähigkeit und die Ausdauer wird gesteigert. Die Wirkung soll bis zu drei Stunden andauern [ ...mehr ] ( Foto: ITMZ/Uni Rostock )
Deutsch-ägyptische Wissenschaftskooperation
Im Wüstenstaat Ägypten spielt Wasser eine große Rolle - aufgrund des Klimas konzentriert sich die Bevölkerung vor allem am Nil. Die hohe Besiedelungsdichte des Flussdeltas ist jedoch problematisch: Die Menschen verbauen fruchtbare Flächen, sie produzieren viel Abwasser. Um die Situation zu entspannen, begann die ägyptische Regierung Mitte der 1990er Jahre, Bäume in der Wüste anzupflanzen und mit vorgereinigtem Abwasser zu bewässern. Forstwissenschaftler der TU München helfen nun eine nachhaltige Forstwirtschaft in der Wüste Ägyptens zu etablieren [ ...mehr ] ( Foto: Prof. El Hakeem )
Im Kampf gegen den Schädling Kastanienminiermotte legt die Stadt Kehl nach: Neun weitere Nistkästen an Kastanienbäumen entlang des Altrheins sollen Kohl- und Blaumeisen dazu einladen, die Raupen des Schädlings zu fressen. Bereits 2011 hatten der städtische Baumpfleger Alexander Vogel und seine Kollegen vom Betriebshof 20 Meisenkästen montiert. Ein erster Erfolg habe sich gezeigt, schreibt die Stadtverwaltung Kehl.
„Fünfzehn der zwanzig Kästen waren schon besiedelt“, berichtet Alexander Vogel, „das ist eine ganze Menge“. Den zwanzig mit Nistkästen ausgestatteten Kastanien sei es 2011 tatsächlich besser ergangen als in den Vorjahren: „Ende Juli hatten die Bäume noch grüne Blätter. Die Kastanien auf der anderen Uferseite hingegen waren schon im Juni rostbraun.“
Da die Kastanienminiermotte hierzulande keine natürlichen Feinde hatte, konnte sie sich ungehindert ausbreiten. Versuche mit Pheromonfallen brachten in der Vergangenheit nicht den gewünschten Erfolg. Inzwischen besteht aber die Hoffnung, dass die Meisen gelernt haben, die Insekten zu fressen. Ob die Vögel tatsächlich allein für den guten Zustand der Kastanien verantwortlich sind, steht allerdings noch nicht fest. Denn im Zuge der Umgestaltung des Altrheinufers im vergangenen Jahr wurde dieser Bereich intensiv gewässert. „Das hat den Bäumen sichtlich gut getan“, meint Alexander Vogel. Deshalb setzen er und seine Kollegen in diesem Jahr nicht nur auf zusätzliche Nistkästen an neun weiteren Kastanien, sondern planen die Bäume weiterhin verstärkt zu bewässern. Um nach Versuchsende sicher zu sein, ob die Meisen tatsächlich die Raupen der Miniermotte fressen, sind an vier Kastanien keine Nistkästen montiert worden. ( Foto: David C. Lees )
Am 25. April 1952 führte die SDW die Tradition des Tag des Baumes in Deutschland ein
Am 25. April 2012 jährt sich zum 60.Mal die Einführung des Tag des Baumes in Deutschland. An diesem Tag pflanzte der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss mit Bundesinnenminister Dr. Robert Lehr, SDW-Präsident von 1947 bis 1956, im Bonner Hofgarten einen Ahorn, der inzwischen ein stattlicher Baum geworden ist. Der Tag des Baumes ist mittlerweile eine der größten und erfolgreichsten Mitmachaktionen in Deutschland geworden. Bundesweit wird der Festtag des Baumes genutzt, um in Zusammenarbeit mit Städten, Forstämtern, Kommunen und anderen Waldfreunden, Bäume zu pflanzen und die Bedeutung der Wälder für die Menschen zu betonen. [ ...mehr ] ( Foto: Horst Schunk, Coburg )
Göttinger Forstwissenschaftler setzen erstmals Flugdrohnen zur Biodiversitätsforschung ein
Die Lücken im Kronendach eines Waldes geben Aufschluss über die Artenvielfalt am Waldboden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Göttingen. Die Wissenschaftler hatten mithilfe von unbemannten Flugdrohnen Luftbilder von deutschen Laub- und Mischwäldern gemacht. Anhand der Aufnahmen konnten die Forscher zeigen, dass zwischen den Lücken im Kronendach eines Waldes und der Artenvielfalt am Waldboden ein starker Zusammenhang besteht: Je unregelmäßiger die Lücken geformt sind, desto größer ist die Pflanzenvielfalt darunter. [ ...mehr ] ( Foto: Universität Göttingen )
In Kent, England, wurden bei einer Routinekontrolle kürzlich zum ersten Mal Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers (Anoplophora glabripennis) in einer Pappel gefunden. Das berichtet der britische Pflanzenschutzdienst FERA.
Seit 2009 steht die Umgebung des Fundortes unter Kontrolle, nachdem seinerzeit ein ausgewachsener Käfer gefunden wurde. Es wird von Seiten der zuständigen Stellen vermutet, dass damals der Käfer in der Holzverpackung einer Warenlieferung aus China den Weg nach England gefunden hat. Aufgrund der Entdeckung der Larven wird das betroffene Gebiet intensiv nach weiteren Larven durchsucht. [ ...zum Originalbericht, engl.] (Foto: Bundesamt für Naturschutz)
Experten der Universitäten Marburg und Karlsruhe haben im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 350.000 Euro geförderten Projekts einen Praxisleitfaden entwickelt, mit dem sich geeignete Flächen für Auwaldpflanzungen ermitteln lassen und ökologische Kriterien sowie Ziele des Hochwasserschutzes unter einen Hut passen. Untersuchungen nahe Wittenberge ergaben, dass die Elbevorländer ein beträchtliches ökologisches Potenzial für Auwälder bieten. Auf Basis der Ergebnisse wurden an der Mittelelbe fünf Hektar neuer Auwald gepflanzt. [ ...mehr ] (Foto: ©Uni Marburg)
Die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) stellt der Öffentlichkeit mit der neuen Straßenbaumliste einen fachlichen Leckerbissen vor. Über drei Jahre hinweg hat der Arbeitskreis ‚Stadtbäume' ein Konzept entwickelt, technischen Grundlagen für eine Onlineversion geschaffen und die Inhalte komplett überarbeitet. Umfassende Baumbeschreibungen, regionale Erfahrungen und eine Vielzahl von Fotos machen die neue Straßenbaumliste zu einem wertvollen Planungsinstrument. [ ...zur Liste ] (Foto:Hartmut Demand / pixelio.de)
Das von der Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG) initierte „Netzwerk Pflanzensammlungen“ macht es sich zur Aufgabe, Zierpflanzensammlungen in Deutschland ausfindig zu machen, die Vielfalt der genetischen Ressourcen zu dokumentieren und dauerhaft auch für zukünftige Generationen zu sichern. Häufig finden sich gerade in privaten Gärten und Einrichtungen von Liebhaber-Gesellschaften Pflanzen aus unterschiedlichsten Regionen und Epochen wieder. Sie zeugen von einer ausgeprägten Sammelleidenschaft für einzelne Pflanzengattungen. Auch Raritätengärtnereien oder professionelle Züchter widmen sich unterschiedlichen Arten und Sorten und bringen jährlich Neuheiten auf den Markt. Langfristiges Ziel des „Netzwerk Pflanzensammlungen“ ist es, bedeutsame Sammlungen in die Deutsche Genbank Zierpflanzen einzubinden. Die Projektleitung des „Netzwerk Pflanzensammlungen“, angesiedelt bei der DGG, ruft alle Sammler dazu auf, sich am Netzwerkgedanken beteiligen, um das Erbe und Kulturgut Pflanze auch für zukünftige Generationen zu bewahren. [ ...mehr ]
1996 schlug der Computer "Deep Blue" den amtierenden Schach-Weltmeister Geri Kasparow. Ein Erfolg, den "Deep Green" bislang noch nicht für sich verbuchen konnte. Das Computerprogramm, von den Österreichischen Bundesforsten in Zusammenarbeit mit der TU Wien entwickelt, musste sich prompt einem Förster und einer Biologin geschlagen geben.
Ursprünglich als eine App für Smartphones gedacht, anhand dessen Baumbestimmung möglich sein soll, konnte der Computer Baummerkmale wie Nadeln, Blätter und Borke auch nach einer längeren Testphase nicht einwandfrei erkennen. "Dem Computer fehlt das Kontextwissen und Zusatzinformation wie Holzfarbe, Bodenbeschaffenheit oder Knospe", so ÖBf-Vorstand-Georg Erlacher.
Anlässlich des "Internationalen Tag des Waldes" am 21. März haben die Bundesforste das neue Quiz "BAUMwissen" jetzt freigeschaltet. Damit kann man im Internet gegen "Deep Green" antreten. Zwölf heimische Baumarten sind anhand von Blättern, Nadeln und Borken zu erkennen. [ ...zum Quiz ] (Foto:ÖBf-Archiv, Wolfgang Simlinger)
Der Eichenprozessionsspinner (lat. Thaumetopoea processionea) breitet sich witterungsbedingt in Deutschland weiter aus. Sowohl im Forst als auch im urbanen Grün, wie zum Beispiel in Parks, an Spielplätzen oder Alleebäumen tritt er verstärkt auf. Die Raupen des wärmeliebenden Schmetterlings schädigen nicht nur die Eichen. Sie besitzen Brennhaare, die zu Hautirritationen, Augenreizungen, Atembeschwerden bis hin zu allergischen Reaktionen führen können, wenn Menschen mit ihnen in Kontakt kommen. Experten schätzen das gesundheitsschädigende Potenzial des Eichenschädlings als sehr hoch ein. Nicht nur aus Sicht des Waldschutzes ist das Insekt daher zu bekämpfen.
Vom 6. bis 7. März 2012 hatten das Julius Kühn-Institut (JKI) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin Vertreter der zuständigen Bundes- und Landesbehörden, aber auch Experten aus Wissenschaft und Praxis zu einem Fachgespräch eingeladen.
[ ...mehr ] (Foto: JKI)
Teak, Nyatoh und Meranti: Hinter diesen klangvollen Namen stecken tropische Riesen, die nur zu oft als Gartenmöbel oder auch als Papier enden. In Letzterem allerdings sind sie bis heute kaum nachweisbar. Das wird sich nun ändern, denn die TU Darmstadt entwickelt derzeit gemeinsam mit der Uni Hamburg, dem von-Thünen-Institut in Hamburg und der ISEGA in Aschaffenburg eine einfache und günstige Analysemethode für Tropenholzfasern. Hintergrund ist ein neues EU-Gesetz, nachdem ab 2013 auch Hersteller von Papier- und Zellstoffprodukten nachweisen müssen, welche Holzarten verwendet wurden.
400 Millionen Tonnen Papier werden weltweit jährlich produziert – eine unbekannte Menge davon enthält illegal geschlagene Tropenhölzer. Eine ebenso schnelle wie günstige Methode zur Bestimmung verwendeter Holzfasern ist daher dringend notwendig. „Das Problem bei Papierprodukten ist, dass aus den Holzfasern das Lignin herausgekocht wird, wodurch viele Faser-Informationen zerstört werden. Eine eindeutige Bestimmung der Holzart ist deswegen bislang kaum möglich“, berichtet Dr. Heinz-Joachim Schaffrath vom Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik der TU Darmstadt. Er leitet das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (BDU) finanzierte Projekt. In ihrem Labor haben die Darmstädter bislang bei Anfragen zu Papierprodukten nicht alle Fasern botanischen Arten zuordnen können. Nicht definierbare Fasern wurden dann als ein Hinweis auf Tropenhölzer betrachtet, ohne sie näher differenzieren zu können. [ ...mehr ] (Foto: Heinz-Joachim Schaffrath)
Schon im Mittelalter lieferten sie das für die spanische Küche unentbehrliche grüngelbe Speiseöl. Tausend Jahre später werden von den Bäumen mit ihren bizarr geformten Stämmen noch immer Oliven für die Produktion von Öl geerntet. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine so große Konzentration an diesen „Millenniumsbäumen“ wie im Nordosten Spaniens: In einem Gebiet rund um den Fluß Sénia zwischen den Regionen Katalonien, Aragon und Valencia gibt es auf einer Fläche von gut 2000 Quadratkilometern unweit der Mittelmeerküste mehr als 4000 geschützte Exemplare dieser monumentalen Bäume. [ ...mehr ] (Foto: Tim Bekaert)
(Bonn) Im Godesberger Stadtwald werden 4.000 junge Buchen unter alte Fichten gepflanzt – Deutsche Umwelthilfe und Telekom Deutschland unterstützen Biodiversitäts-Projekt der Stadt Bonn mit gemeinsamem Naturschutzfonds „Lebendige Wälder“
Die städtischen Forstmitarbeiter rund um Stadtförster Sebastian Korintenberg waren in den vergangenen Wochen schon fleißig und pflanzten 3.000 junge Buchen. Jetzt (Donnerstag, 15. März) bekamen die Forstleute noch einmal Verstärkung: Gemeinsam mit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Telekom wurden im Godesberger Stadtwald weitere 1.000 Buchen gesetzt. Die Telekom Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) haben das nachhaltige Bonner Waldprojekt als förderwürdig ausgewählt. Im Rahmen des Naturschutzfonds „Lebendige Wälder“ stellt die gemeinsame Initiative dem Amt für Stadtgrün 4.000 junge Buchen zur Verfügung, um die Artenvielfalt in der Region zu fördern. Die Buche galt in Mitteleuropa lange als „Mutter des Waldes“, wurde aber von Menschenhand durch die schneller wachsende, aber auch für Schädlinge anfälligere Fichte ersetzt. (Foto:DUH/Telekom)
Vor 30 Jahren startete Joseph Beuys seine Pflanzaktion "7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung". Joseph Beuys ließ in Kassel Tausende junge Eichen pflanzen, ein Projekt zur documenta 7. Den Abschluss seines Experiments "7000 Eichen" erlebte der Künstler und Bildhauer aber nicht mehr. Inzwischen gehören die typischen Kombinationen aus Baum und Basaltstein wie selbstverständlich zum Stadtbild. Am 16. März feiert die Stadt das seit 30 Jahren gewachsene Kunstwerk, - und sie benennt eine Straße nach Joseph Beuys. Mit den "7.000 Eichen" habe Beuys ein Kunstwerk geschaffen, das nachhaltig in die ökologische, kulturelle und gesellschaftliche Struktur der Stadt eingreife, teilte die Stadt mit. [ ...mehr ] ( Foto: Malte Ruhnke )
Das große öffentliche Interesse an den bisherigen zwölf „Spitzenbaum-Aktionen“ nimmt der Landesverband Brandenburg e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Kooperation mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg erneut zum Anlass, auch für 2012 zur Suche nach dem „höchsten Baum des Jahres“ aufzurufen: diesmal wurde Brandenburgs höchste Europäische Lärche (Larix decidua) zur Fahndung ausgeschrieben.
Übrigens, wie wäre es eine solchen Waldpädagogik-Aktion einmal für ganz Deutschland durchzuführen? Die brandenburgischen Waldfreunde wenden sich mit ihrem Aufruf in diesem Jahr wiederum ganz besonders an die Schulen und Lehrer. Diese werden gebeten, die „Fahndung nach dem Spitzenbaum des Jahres“ wenn möglich zu praxisnahem Unterricht im „Grünen Klassenzimmer“, zu Exkursionen, Projekten, Ganztagsschul- oder AG-Arbeit zu nutzen, weil: im Wald kann Mathematik („Försterdreieck“ bilden!), Biologie, Geschichte, Erdkunde ... auf solche Weise zu einer für alle Seiten spannenderen und nachhaltigeren Sache werden. [ ...mehr ] (Foto:Ingrid Ruthe / pixelio.de)
Osnabrück/Leipzig. Vom mittelständischen Unternehmer über Wissenschaftlerinnen bis hin zum Forscher – über 95 qualifizierte Vorschläge sind für den Deutschen Umweltpreis 2012 eingegangen. Am 28. Oktober 2012 verleiht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ihre unabhängige und mit 500.000 Euro höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas bereits zum 20. Mal. „Die Zahl der Vorschläge hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht. Darunter sind wieder viele exzellente Anwärterinnen und Anwärter, die große Verdienste im Umweltschutz haben“, unterstrich heute DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Die Ehrung findet im Gewandhaus zu Leipzig statt. Neben zahlreichen bekannten Köpfen aus der Umweltbranche wird auch politische Bundes- und Landesprominenz zum Festakt erwartet. [ ...mehr ] ( Foto: DBU/Peter Himsel )
In den letzten Jahren hat sich der Eichenprozessionsspinner verstärkt ausgebreitet. Etwa ab Mitte März ist mit dem ersten Befall von Eichenbäumen und - den Präventionsexperten der Gartenbau-Berufsgenossenschaft zufolge - mit den ersten Allergien bei Beschäftigten, die mit Baumpflegearbeiten betraut sind, zu rechnen.
Einzelbäume oder kleine Baumgruppen, die gut von der Sonne beschienen werden, sind bevorzugte Plätze der Tiere. Mit Beginn der Vegetationszeit schlüpfen die Raupen und durchlaufen bis zum Juni / Juli insgesamt sechs Raupenstadien bevor sie sich dann verpuppen.
Nach der zweiten Häutung im dritten Larvenstadium verfügt die Raupe über feine Härchen (Spiegelhaare), die auch nach der Verpuppung in Form von Raupenhäuten im Nest verbleiben. Diese etwa zwei Zentimeter langen Spiegelhaare können abbrechen und dabei darin vorhandene lösliche Proteine freisetzen. Über die Haut oder Schleimhaut aufgenommen, kann dies beim Menschen zu heftigen allergischen Reaktionen führen. [ ...mehr ]
Internet-Handbuch der TU Berlin zeigt neue Wege, Naturschutz und Denkmalpflege
in historischen Parks zu verbinden
Alte Parks sind oft herausragende Kulturdenkmäler und zugleich wichtige Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten. Daher sind Denkmal- und Naturschützer gleichermaßen daran interessiert, diese Parks zu erhalten. Häufig gibt es jedoch Kommunikationsprobleme vor Ort, da oft Informationen über Ziele und Handlungsspielräume der jeweils anderen Seite fehlen. Ein Forschungsprojekt der TU Berlin zeigt nun anhand von fünf Berliner Modellanlagen – von der idyllischen Pfaueninsel bis zum Tiergarten im Stadtzentrum – Wege auf, wie Naturschutzziele besser in die Entwicklung historischer Parkanlagen integriert werden können, zusammen mit den Verantwortlichen vor Ort. Mit einem umfangreichen Internet-Handbuch sind die Ergebnisse der dreijährigen, durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt geförderten Arbeit nun auch allgemein zugänglich. [ ...mehr ]
...gehen Sie auf Entdeckungstour mit der App von GU! Welcher Strauch ist es: Deutscher Ginster oder Kornelkirsche? Wenn Sie sich ähnliche Fragen auf Spaziergängen oder Ausflügen stellen ist die Bäume & Sträucher bestimmen-App von GU genau das Richtige für Sie! Damit wird die Identifizierung von Bäumen und Sträuchern in Park und Wald ganz einfach.
Und so geht es: Geben Sie einfach den Beobachtungsort, z.B. Wald, des zu bestimmenden Baumes oder Strauches ein. Die App schlägt Ihnen dann eine Liste von infrage kommenden Arten vor. Anhand der Blattform können Sie Ihre Bestimmungskriterien noch weiter eingrenzen und kommen so schnell zum passenden Pflanzenporträt. Alternativ finden Sie über die Stichwortsuche gezielt zum passenden Baum.
Auf der Übersichtsseite zur einzelnen Baum- oder Strauchart finden Sie Infos zu Vorkommen, Größe, Verwendung und Blütezeit; unter Typisch werden die charakteristischen Merkmale für Sie auf den Punkt gebracht. Die App enthält die 100 wichtigsten mitteleuropäischen Baum- und Straucharten mit hochwertigem Fotomaterial. Intuitiv bedienbar, informativ und technisch up-to-date ermöglicht die neue App von GU eine schnelle Baumbestimmung direkt in der freien Natur [ ...mehr ] ( Foto: appverlag.com )
Am 1. Februar dieses Jahres haben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin die Bewerbungsphase für den Deutschen Naturschutzpreis 2012 gestartet. Der Preis steht in diesem Jahr unter dem Motto „Stadt braucht Natur – gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität“. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Deutschen Naturschutzpreis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz. Anders als im Vorjahr gibt es dieses Jahr drei Wettbewerbskategorien: den Förderpreis, den Bürgerpreis und den Ehrenpreis.
Während der mit 10.000 Euro dotierte Ehrenpreis von der Jury verliehen wird und das persönliche Engagement einer Einzelperson honoriert, werden die Preisträger des Förderpreises und des Bürgerpreises jeweils im Rahmen eines zweistufigen Ideenwettbewerbs bestimmt. Dabei zeichnet die Jury beim Förderpreis umfassende Projektideen aus, die sich durch Neuartigkeit, Nachahmungspotenzial und die Verknüpfung verschiedener Akteursgruppen hervorheben. Um den Förderpreis können sich alle ehrenamtlich im Naturschutz oder in der Naturbildung engagierten Einzelpersonen, nichtstaatliche und gemeinnützige Organisationen sowie Schulen, Kindergärten, andere Bildungseinrichtungen und Jugendorganisationen bewerben. [ ...mehr ] ( Foto: Joujou / pixelio.de )
Ein Baum fällt. Vielleicht durch die Motorsäge eines Waldarbeiters, vielleicht in einem Sturm oder durch einen Blitzschlag. Und dann darf er liegen bleiben, wo er umgefallen ist. Er darf vermodern und so zur Grundlage neuen Lebens werden. Er ist totes Holz, das aber doch lebt. Denn Totholz ist im Wald der Anfang von allem. So sieht es jedenfalls Sarah Weber. Die Ickingerin hat für ihre Biologie-Diplomarbeit erforscht, welche Gliederfüßler sich wie schnell auf Totholz ansiedeln.
In dieser Gruppe, die wissenschaftlich "Arthropoda" heißt, werden Insekten und Spinnentiere zusammengefasst - geschätzt sind das drei Viertel aller Tierarten im Wald. [ ...mehr ] ( Foto: Ilona Steinchen / pixelio.de )
Gewürdigt werden Bäume erst im hohen Alter. Diese Woche enthüllt die Deutschlandkarte, wo die ältesten Bäume des Landes stehen. Menschen bekommen Namen im Säuglingsalter, Bäume erst, wenn sie alt werden. Solange sie jung sind, sagt man: »Ja, okay, ein Baum, macht Schatten, schön.« Aber kaum jemand veranstaltet jungen Bäumen zu Ehren ein Picknick.
Wenn die Bäume alt sind, jahrhundertalt, macht man das schon, der Volksmund gibt ihnen einen Namen, und Bürgermeister verleihen Plaketten. [ ...mehr ] ( Foto: H. Schunk, Coburg )
Ein neues Multifunktionsgerät misst die Schlankheit, also das H/D-Verhältnis, von Ästen und Stämmen, es kann nichtdogmatische Entscheidungshilfe für den Baumschnitt als Kronenkontur nach dem Vorbild der Bachkiesel sein. Es kann das Nachdenken über die
Schnittmaßnahme nicht ersetzen. Baumartentypischer Habitus, Größe der Ästungswunden und Phototropismus müssen beachtet werden und können die Schnittmaßnahme begrenzen. Ein schablonenhaftes Vorgehen ist unbedingt zu vermeiden.
Das Gerät kann außerdem, parallel zum Zwiesel gehalten, Zwieselwinkel auf wahrscheinlichen Rindeneinschluss bewerten, indem es den häufigen Grenzwinkel von 25° anzeigt. Schließendlich wird der mit der Kraftkegelmethode (s. Mattheck: Denkwerkzeuge nach der Natur)
ermittelte hochbelastete Bereich unter dem Baum angezeigt, womit sich Abstände zu Bauten, Containergrößen, Schachtschäden etc. beurteilen lassen.
Das Gerät wurde auf dem 18. VTA-Spezialseminar am 8. und 9. Mai ausführlich vorgestellt. Auch während der VTA-Herbseminare 2012 wird über dieses Gerät informiert. Es ist ein Gerät als Entscheidungshilfe für den Praktiker mit modernstem biomechanischem Background, ohne das Gehirn der Anwender ersetzen zu wollen. Es wird hergestellt von IML GmbH Wiesloch.
← Download: PDF mit Erläuterungen zu dem neuen Multifunktionsgerät (ca.0,3 MB)
Hochschule Osnabrück mit fünf Projekten über 700.00 Euro gefördert
Produkt- und Produktionssicherheit bei der hochintensiven Pflanzenproduktion von Gemüse, Obst, Zierpflanzen und Ziergehölzen soll das Kompetenznetz Wertschöpfung im Gartenbau (WeGa) vorantreiben. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsvorhaben beteiligt sich die Hochschule Osnabrück mit fünf Arbeitspaketen und erhält dafür bis Mitte 2015 rund 700.000 Euro Fördergelder. [ ...mehr ]
( Grafik: HS Osnabrück )
Die Kaoko-Euphorbie (Euphorbia eduardoi)
(AZ Namibia) Dieser Baum spendet keinen nennenswerten Schatten und steht an keinem Rastplatz. Wer jedoch im Kaokoveld nördlich von Okanguati unterwegs ist, wird ihn mit Sicherheit an den Berghängen sehen, denn er ist seiner Höhe wegen – die 10 bis 15 m betragen kann – sehr auffallend. Das Vorkommen dieser Art beschränkt sich jedoch auf das nordwestliche Kaokoveld und die angrenzende südwestliche Ecke Angolas. Der lange, gerade, kahle Stamm trägt ganz oben eine verhältnismäßig kleine Krone aus unverzweigten, dicken, fleischigen Zweigen [ ...mehr ] ( Foto: Luise Hoffmann/az.com.na )
„Entdecker-Westen“ machen’s möglich
Osnabrück/Bonn. Der Entfremdung der Jugend von der Natur kann man entgegenwirken. Eine Untersuchung der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN, Bonn) unter 175 Grundschülern zeigt, dass sich Kinder sogar mehr Aktionen in der Natur während des Unterrichts wünschen.
Dieses Ergebnis wurde bei der VDN-Jahrestagung der Naturpark-Geschäftsführer und -Leiter in Osnabrück vorgestellt. Grundlage waren die Resultate eines mit 115.000 Euro geförderten Modellprojektes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). In ihm wird Kindern und Jugendlichen in deutschen Naturparken mithilfe vom VDN entwickelter „Entdecker-Westen“ Naturerleben hautnah vermittelt. Mit der besonderen Ausrüstung entdecken die Kids selbstständig die Natur, ohne dass der Lehrer im Mittelpunkt steht. „Der Artenschutz und seine Vermittlung an die Jugend sind zentrales Anliegen unserer Stiftung“, betonte DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde anlässlich der Tagung. [ ...mehr ] ( Foto: © VDN )
Experte: EU schürt CO2-Freisetzung in Tropenregionen
Bogor/Wien (pte001/27.01.2012/06:00) - Biodiesel aus den Ölpflanzen Palmöl, Jatropha und Soja schadet dem Klima mehr als fossile Treibstoffe. Diese Anklage, die bereits seit einigen Jahren besteht, haben nun Forscher durch Analysen von zwölf Betrieben in sechs Entwicklungsländern in Zahlen gefasst. "Die Ergebnisse verdeutlichen, dass wir vieles von dem, was wir bisher im Namen des Klimaschutzes betrieben haben, einstellen müssen", sagt Louis Verchot vom Center for International Forestry Research [ ...mehr ]
( Foto: Flickr/Tucano )
Der aus Indien stammende Moringa könnte viele Mangelernährungsprobleme lösen - und er gedeiht fast überall
Kapstadt. Das Brot wächst am Baum. Eine 15 Hektar große Plantage des "Wunderbaums" mit dem botanischen Namen Moringa oleifera hat im kleinen Dorf Tooseng in der armen südafrikanischen Provinz Limpopo das Leben verändert. Mavis Mathabatha, einst Lehrerin in Tooseng, hat in den letzten drei Jahren hart gearbeitet, um die Plantage anzulegen. "Ich wollte nicht nur in meinem Dorf, sondern auch in meiner Provinz und im gesamten Land etwas bewegen", erklärt sie. Ernährungswissenschafter haben entdeckt, dass die Blätter des Moringa so viel Calcium wie vier Gläser Milch, das Vitamin C von sieben Orangen, dreimal so viel Eisen wie Spinat, viermal so viel Vitamin A wie eine Karotte und doppelt so viel Protein wie Milch enthalten. Der Baum ist praktisch ein kleiner Supermarkt. [ ...mehr ]
( Foto: by Crops for the Future /CC 3.0
)
Berlin - Deutschen Buchen geht es schlecht: 57 Prozent haben zu wenig Laub in den Kronen. Das geht aus dem Waldzustandsbericht des Landwirtschaftsministeriums hervor.
Die meisten Laubbäume in Deutschland sind Buchen. Jede zweite davon hatte 2011 eine zu lichte Krone. Das Landwirtschaftsministerium meint, dass vor allem die üppige Menge an Bucheckern, die die Bäume 2011 bildeten, dafür verantwortlich war. Mehr als 90 Prozent der fortpflanzungsfähigen Buchen hätten 2011 Bucheckern getragen - so viele nie zuvor registriert. "Dieser natürliche Prozess bremst den Holzzuwachs und führt zu einer vermehrten Baumkronen-Verlichtung." Allerdings könne das den schlechten Zustand nicht allein erklären. Eine Rolle gespielt haben dürfte auch die angespannte Wasserversorgung. In weiten Teilen Deutschlands sei es im Januar und Februar und auch in mehreren Frühlingsmonaten zu trocken gewesen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sieht in dem Rekordhoch bei Bucheckern dagegen ein Alarmsignal. Ursachen seien Stress durch Wetterextreme und hohe Belastungen durch Ammoniak und Stickoxide aus Landwirtschaft und Verkehr. [ ...mehr ]
(Foto: Renate Tröße / pixelio.de )
Internationales Forscherteam von Expedition im südlichen Pazifik zurückgekehrt
(pug) Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Privatdozent Dr. Alexander Schmidt vom Courant Forschungszentrum Geobiologie der Universität Göttingen ist den „Bernsteinwäldern“ im südlichen Pazifik auf der Spur. Während einer sechswöchigen Expedition untersuchten die Wissenschaftler zunächst die Bernsteinvorkommen Neuseelands und reisten dann auf die Pazifikinsel Neukaledonien. Dort entdeckten sie neue Pilzarten und entschlüsselten Wechselbeziehungen zwischen harzenden Bäumen, Gliederfüßern und Mikroorganismen als Ursache erhöhter Harzproduktion. Sie wiesen für diese heutigen Ökosysteme nach, dass Insektenbefall und pathogene Mikroorganismen die Art und Menge von Harzausflüssen stark verändern. Diese ökologischen Zusammenhänge könnten eine Erklärung für die Bernsteinlagerstätten auf der südlichen Erdhalbkugel liefern. [ ...mehr ]
(Foto: Universität Göttingen )
Karlsruhe (dpa) - Wer in seinem Garten Bäume fällt und dabei einen Schaden anrichtet, kann sich an seine Haftpflichtversicherung halten. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.
Denn auch wenn man die Axt an mehrere Stämme legt, übt man nicht zwangsläufig eine ungewöhnliche und gefährliche Beschäftigung aus, entschied der BGH in Karlsruhe. In dem verhandelten Fall (Aktenzeichen: IV ZR 115/10), auf den der Verein Wohnen im Eigentum hinweist, hatte ein Hausbesitzer auf seinem Grundstück mit der Kettensäge drei 20-Meter-Pappeln gefällt. Zwei der Bäume fielen wie geplant in seinen Garten, der dritte auf das Nachbarhaus. Dabei entstand ein Schaden von über 7000 Euro. Die Haftpflichtversicherung wollte die Kosten nicht übernehmen.
Die Richter am BGH verurteilten das Unternehmen zur Zahlung. Denn nur bei einem auf längere Dauer angelegten Verhalten könne von einer ungewöhnlichen und gefährlichen Beschäftigung die Rede sein. Das Fällen von drei Bäumen an einem Tag falle aber nicht darunter.
(Foto:ks-archiv)
Berlin (ots) - Zum Start der "Grünen Woche" fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), NABU, Forum Umwelt und Entwicklung und Greenpeace einen sofortigen Einschlagstopp für alte Laubwälder in öffentlichem Besitz. Zehn Prozent des öffentlichen Waldes sollen auf zusammenhängenden Flächen aus der forstlichen Nutzung genommen und rechtlich verbindlich als "Urwälder von morgen" ausgewiesen werden. Nur so kann die von der Bundesregierung im Jahr 2007 beschlossene "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" umgesetzt werden. Weniger als ein Prozent Wald steht in Deutschland derzeit unter verbindlichem Schutz vor der Säge. Zum Vergleich: In Brasilien sind 30 Prozent des Amazonas Urwaldes gesetzlich geschützt. [ ...mehr ]
(Foto:Angelina S......../pixelio.de)
Es muss nicht alles abgeholzt werden, um ein Grundstück attraktiv und wirtschaftlich bebauen zu können. Das wollten Investor Willi Schmeh aus Deißlingen und der Überlinger Architekt Peter Burkhardt an dem jetzt fertig gestellten Projekt „Wohnen mit Bäumen“. Zwei riesige Mammutbäume, eine gigantische Blutbuche, eine alte Zeder, eine große Lärche und eine besondere Weymouths-Kiefer prägen nun das Herz bzw. die grüne Lunge der Anlage.
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(Foto:Horst Schunk, Coburg)
Seit dem 29. 11. 2011 ist das Buch Über den Tag hinaus - Leben mit Bäumen erhältlich. Ehrenamtliche Arbeit für unsere Bäume: Selten zuvor wurde dieses Thema so offen dokumentiert und aufgezeigt.
Der Autor Horst Schunk beschreibt auf 200 Seiten die jahrzehntelange, ehrenamtliche Arbeit zum Schutz der Bäume in Stadt und Land, regional wie global.
Erfahrenes, Erlebtes, Erschreckendes, auch Hoffnungsvolles werden offen dargelegt. Eine Dokumentation, zugleich aber ein leidenschaftliches Plädoyer für den Baumschutz, für die Natur im Ganzen.
Verkaufspreis: 22 € incl. Verpackung u. Porto [ ...mehr ]
Eine gigantische Geldverschwendung sieht der Rottenburger Klaus Dengler, emeritierter Professor für Waldschutz, in der geplanten Großbaumverpflanzung beim Stuttgarter Hauptbahnhof.
Der Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler hatte bestimmt, dass beim Bau des Tiefbahnhofs nur die kranken Bäume gefällt werden dürfen. Die anderen seien zu versetzen. 176 Bäume stehen den Bauarbeiten im Weg. Ein Gutachten hat festgestellt, dass etwa die Hälfte ohne Probleme versetzt werden könnten. Gesamtkosten: knapp eine halbe Million Euro.
Schwierig werde es für 46 meist ganz große Bäume, die bis zu 900 Tonnen schwer sind. Ein Gutachter hält es zwar für technisch machbar, sie umzusetzen, aber nicht für sinnvoll. Es entstünden Kosten bis zu 400 000 Euro – pro Baum! Ein weiterer Baumgutachter sagte, die jetzt gesunden Bäume im Schlossgarten könnten nach Verpflanzung „bestenfalls noch ein paar Jahre vor sich hinvegetieren“. [ ...mehr ]
(Foto:Horst Schunk, Coburg)
Wenn geplanten Bauprojekten Bäume im Wege stehen, wird auf die Baumschutzsatzung manchmal wenig Rücksicht genommen.
Absicht oder einfach Schusseligkeit? In der jüngsten Zeit mehren sich in Freiburg Fälle, wo bei geplanten Bauprojekten Bäume abgeholzt werden, die eigentlich erhalten bleiben sollten. Die Schuld wird meistens auf die Gartenbaufirmen geschoben. Viele Bürger vermuten jedoch, dass die Bauunternehmen "Fakten schaffen wollen" und ein Bußgeld billigend in Kauf nehmen – da es bei einem Millionenprojekt sowieso nicht ins Gewicht fällt. [ ...mehr ]
(Foto: Dennis Schmitt / pixelio.de)
Rank und schlank ist sie geblieben trotz ihrer hundert Jahre. „Karg ist es hier oben“, sagt Diethard Altrogge beim Blick auf die Buche – und taxiert kurz die Festmeter Holz, die ihr Verkauf hätte bringen können. „Das ist nun vorbei“, sagt der Chef des Regionalforstamts.
Er bedauert das keineswegs. Auch dieses knapp 57 Hektar große Gebiet unweit der Ederquelle wird Wildnis. [ ...mehr ]
(Foto: Horst Schunk, Coburg)
Bäume in Wäldern mit einer höheren Biodiversität wachsen schneller. Dies hat die Professur Waldökologie in einer Studie mit einem neuartigen Ansatz nachgewiesen. Was auf den ersten Blick einleuchtend klingen mag, ist das Resultat jahrelanger Arbeit. In den Wald gehen muss man dafür erstaunlicherweise nicht.
Seit vielen Jahrzehnten wird in der Forstwissenschaft vermutet, dass gut durchmischte Wälder mit vielen Baumarten ein grösseres Baumwachstum – im Fachjargon höhere Produktivität genannt – aufweisen. Problem: Niemand konnte diese Hypothese bisher belegen, denn die dazu nötigen Experimente wären zu aufwändig: Um aussagekräftige Resultate zu bekommen, müsste man hunderttausende Bäume pflanzen und über viele Jahrzehnte beobachten. [ ...mehr ]
(Foto:Peter Brang / WSL)
In 2010 hat der Landtag auf Initiative von FDP und CDU das „Gesetz zur Vereinfachung des Landesumweltrechtes“ beschlossen. Danach dürfen seit dem 19. Oktober 2010 Bäume bis zu einem Meter Stammumfang auf Grundstücken, auf denen Häuser stehen, ohne Antrag gefällt werden. Ohne Größenbeschränkungen können Obstbäume, Nadelgehölze, Birken, Pappeln und Weiden sowie abgestorbene Bäume entfernt werden. Auf privaten Grundstücken entfällt auch die Pflicht, für gefällte Bäume neue zu pflanzen. In Kleingartenparzellen gilt der frühere Gehölzschutz gar nicht mehr, unabhängig von der Art und der Größe der Bäume. [ ...mehr ]
(Foto: Horst Schunk, Coburg)
Hamm/Berlin (DAV). Wer ein Häuschen im Grünen sein Eigen nennt, muss im Herbst auch Laub und Äste entsorgen. Ärgerlich kann es sein, wenn man sich dabei auch um Blätter und Bucheckern kümmern muss, die vom Nachbarn auf das eigene Grundstück fallen. Man hat allerdings gegen den Nachbarn keinen Ausgleichsanspruch. Vor allem dann nicht, wenn die Bäume schon sehr lange dort stehen und Kraft der örtlichen Satzung in ihrem Bestand geschützt sind, entschied das Oberlandesgericht Hamm bereits am 1. Dezember 2008 (AZ: 5 U 116/08), wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt.
Der Grundstücksinhaber hatte nicht nur das Laub und den Astabfall seiner eigenen Bäume zu beseitigen, sondern auch teilweise zweier alter Buchen, die auf dem Nachbargrundstück in der Nähe seines Grundstücks standen. Er wollte seine Aufwendungen für die Aufräumarbeiten, die Deponiekosten für die Laubsäcke, die Säuberung der Dachrinne und der Abwasserkanäle etc. ersetzt bekommen. Das Landgericht hatte ihm noch teilweise Recht gegeben.
Die Klage scheiterte gänzlich vor dem Oberlandesgericht. Auch wenn der Grundstückseigentümer 72 Stunden im Jahr Laub, Bucheckern und Äste beseitigen und die Säcke zur Deponie fahren müsse, lägen keine Einwirkungen vor, die den Wohngenuss oder die Grundstücksnutzung dauerhaft und Nachhaltig beeinträchtigen. Vielmehr handele es sich um jahreszeitlich bedingte und beschränkte Einwirkungen, für deren Beseitigung ein relativ geringer Zeit- und Arbeitsaufwand erforderlich ist. Ein durchschnittlich empfindender und denkender Anwohner ohne besondere Empfindlichkeit würde die geschilderten Beeinträchtigungen ohne Entschädigungsverlangen hinnehmen. Auch müssen bei der Beurteilung die allgemeinen Umweltverhältnisse und die Einstellung der Bevölkerung berücksichtigt werden. Das geschärfte allgemeine Bewusstsein und das Streben nach Erhaltung herkömmlicher Baumbestände dürfe deshalb auch in diesem Zusammenhang nicht unberücksichtigt bleiben. Billigte man hier großzügige Ausgleichsansprüche zu, würde dies dazu führen, dass viele Eigentümer sich ihrer Bäume entledigen, nur um solchen Ansprüchen zu entgehen. Diese Bäume würden zudem aufgrund der örtlichen Baumschutzsatzung in ihrem Bestand geschützt.
Quelle: anwaltauskunft.de
(Foto: Andreas Mäsing / pixelio.de)
Erlangen (pte015/05.09.2011) - Eine 150 Jahre alte Eiche in Erlangen ist ab sofort Teil der Twitter-Gemeinde: talking-tree. Messtechnik und ein Flugschreiber machen den Baum zu einem "Talking Tree". So kann er dem Internet nun etwa erzählen, dass gerade ein eisiger Wind an ihm zerrt, dass die Blütezeit bevorsteht oder bodennahes Ozon die Blätter reizt und die Fotosynthese beeinträchtigt. Geographen der Universität Erlangen veranschaulichen damit, wie sich Bäume im Klimawandel verändern. Seine Mitteilungsfreude verdankt der Baum der Technik. Zahlreiche Sensoren messen die Windgeschwindigkeit, Temperatur und Regenmengen am Standort und überwachen auch, wie der Baum auf Umwelteinflüsse reagiert. So registriert etwa ein Saftflussmesser, wie viel Wasser die Eiche aufnimmt und zu den Blättern transportiert. Ein Dendrometer nimmt zudem auf, wie stark der Baum durch Fotosynthese im Jahresverlauf wächst und wie viel er an Dicke zulegt. Eine Kamera erlaubt jedem Besucher der Website einen Einblick, wie sich die Eiche im Laufe des Jahres wandelt.
Veränderungen messbar
Der "sprechende Baum" soll die Reaktionen von Bäumen und deren Anpassung an Klimaänderungen messen. "Ein generelles Problem werden nach den Klimamodellen die zunehmende Zahl und Intensität sommerlicher Trockenperioden sein, unter diesen leiden Bäume auf Trockenstandorten wie Kalk- oder Sandböden und im Tiefland am meisten", erklärt Projektleiter Achim Bräuning gegenüber pressetext.
Die Forscher wissen auch, dass Nadelbäume zunehmend in Schwierigkeiten kommen. "Auch Bäume in Städten, die wärmeren und trockeneren Bedingungen als Bäume im Freiland ausgesetzt sind, müssen künftig vermutlich stärker gepflegt werden, um Dürreperioden zu überstehen", sagt Bräuning.
Buche in Brüssel als Vorbild
Vorbild für den Erlanger Baum ist eine Buche in Brüssel, die allerdings nicht der Wissenschaft dient. Außerdem ist in New York ein "Talking Tree" geplant. In das Messgerät der Eiche fließen Umweltdaten zur Feinstaub- und Ozonbelastung von einer Messstation des Bayerischen Landesamts für Umwelt. Der Zentralcomputer des Baumes erfasst alle Messungen, wertet sie aus und verwandelt sie mit Hilfe einer Spezialsoftware in kurze Textbotschaften.
(Foto: Oliver Mohr / pixelio.de) (Text: Universität Erlangen)
Die wieder erhältliche Broschüre gibt einen Überblick über den Stand des Wissens und Anregungen für die Anwendung in der Praxis. Sie beschreibt grundlegende Aspekte, die bei der Grünflächenplanung und der Auswahl sowie Pflege von Bäumen und Sträuchern im städtischen Raum beachtet werden sollten. „Die Informationen bieten interessierten Bürgern sowie Stadtplanern und den Verantwortlichen in Verwaltung und Politik Argumente für mehr Grün in der Stadt“, erläutert Peter Menke, Vorsitzender der Stiftung Die Grüne Stadt. „Langfristig können Pflanzen erheblich dazu beitragen, Feinstäube zu reduzieren und die Luft- und somit Lebensqualität in Städten zu verbessern.
Wir müssen das Potenzial, das in ihnen steckt, nur richtig nutzen.“
Die 40-seitige Broschüre „Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen: Schwerpunkt – Feinstaub“ ist direkt bei der Stiftung Die Grüne Stadt erhältlich: www.die-gruene-stadt.de.
Die Broschüre wird in Verpackungseinheiten (VE) von 25 Exemplaren versandt.
Je VE ( 25 Stck. ) werden € 50,00 zzgl. Verpackungs-/Versandkosten berechnet.
Bei Abnahme von mehr als 8 VE wird die Einheit für € 37,50 zzgl. Verpackungs- /Versandkosten abgegeben.
Fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland wurden am 25. Juni 2011 in die Liste des Welterbes aufgenommen: der Grumsiner Forst in Brandenburg, der Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen, der Nationalpark Jasmund und der Serrahner Buchenwald im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern und der Nationalpark Hainich in Thüringen. Die fünf deutschen Buchenwaldgebiete sind Teil der grenzüberschreitenden Naturerbestätte "Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland". [ ...mehr ]
(Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)