In Velden am Wörthersee hat Horst J. Schunk (Coburg) dieses eindrucksvolle "Baumgesicht" entdeckt.
Zu seinem Foto bemerkt Horst Schunk: „Es scheint das Leiden zahlreicher Bäume regelrecht auszudrücken." Das Motiv erinnert sehr stark an das berühmteste Werk des norwegischen Malers Edvard Munch "Der Schrei".
Übrigens: Der erste deutsche Titel, den Munch dem Werk gab, war "Schrei der Natur"; auf eine graphische Fassung schrieb Munch in Deutsch: „Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur.“
...nach all den Jahren der Diskussionen über Baum- und Naturschutz: Nichts gelernt, nichts verstanden, keinerlei Sensibilität!
Zwischen Püchitz und Altenbanz, an der Schnittstelle der beiden Landkreise Coburg und Lichtenfels wurde bis Anfang 2011 diese Kapelle von zwei riesigen, gesunden Linden umrahmt. Doch dann wurden die beiden Linden bis auf dem Rumpf geköpft, ein brutaler Baumfrevel, der weder verstanden noch akzeptiert werden kann. Ohne Not derartiges - ein Ansichtskartenmotiv, eine oberfränkische Idylle, ein Kleinod allererster Güte!! - zu zerstören und das noch angesichts der ICE-Trasse, die in Sichtweite vorbei führt und ohnehin schon viel Natur verbraucht, da bleibt nur blankes Entsetzen...
(Horst Schunk)
Baumfrevel ...
... im Park Babelsberg, Berlin. (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten)
In einem historischen Landschaftsgarten herrschen immer zwei Anliegen vor, die sich von ihrer Art her im Grunde genommen ausschließen – die Denkmalpflege und die Baum-Gehölzpflege. Daher sind Starkastschnitte an Bäumen in solchen Gärten mehr oder weniger an der Tagesordnung (u. a. wegen der Sichtachsen).
Der Fall auf den ich Anfang 2011 im Potsdamer Park Babelsberg, nahe der sog. Gerichtslaube (Sehenswürdigkeit) gestoßen bin, geht allerdings deutlich über beide Anliegen hinaus.
Künstlerisch vielleicht sehenswert, aus einer ausgewachsenen Blutbuche ein Riesenstaubwedel zu machen! Aber von Baumpflege kann hier wohl nicht gesprochen werden, eher von Baumfrevel! Aufastung auf ca. 12 m Höhe im Starkastbereich, einhergehend mit einer totalen Freistellung des Baumes – so dass u. a. die Sonne den Stamm ordentlich “anbrutzeln“ kann.
Fotos/Text: Andreas Adam, Berlin
Baum(ver)schnitt...
...auch wenn es lästig errscheint und man es kaum noch hören möchte: Die Folgeschäden durch falschen Baumschnitt, meist verursacht durch Leute, die keine Ahnung von Bäumen und Baumpflege haben, sind auf den Fotos deutlich zu sehen. Falscher Baumschnitt, oftmals sog. Kappungen, führen nicht zu mehr Sicherheit, das Gegenteil ist der Fall. Deswegen Baumpflege gehört in den Hände von Fachleuten. Alles andere schadet nur.
(Horst Schunk)
Kahlschlag am Baggersee ...
...das Ufer gegenüber der Liegewiese am Bad Staffelsteiner Baggersee im März 2011, sowie ein Jahr zuvor, als große Weiden noch das Ufer begrenzten. Ein Kahlschlag, der weder akzeptabel noch notwendig war und das gesamte Landschaftsbild total veränderte. Ganz abgesehen davon, dass nun Lebensraum für vielerlei Kleintiere verloren ging.
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