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Ein folgenschwerer
Fehler in der Stadtverwaltung ist die Ursache dafür, dass am Bothfelder
Heidkampe drei stattliche gesunde Eichen für ein Bauprojekt weichen
mussten, dem sie sogar ihren Namen gegeben hatten.
"So ein Fehler ist uns in der 20-jährigen Geschichte der Baumschutzsatzung
noch nie unterlaufen", sagt Broder Thomsen, der stellvertretende
Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün.
"Der Oberboden
im Bereich der Eichen darf entfernt werden", sollte es in einem Bescheid
seines Amtes an den Bauträger heißen. Doch eine Mitarbeiterin
habe daraus "Die drei Eichen dürfen entfernt werden" gemacht,
räumt Thomsen ein.
So waren die rund 20 Meter hohen und etwa 75 Jahre alten Bäume Ende
Oktober kurz vor dem Richtfest des Wohnparks "Drei Eichen Hof"
gefällt worden zum Entsetzen der Bothfelder Nachbarn. Dabei
sollten die Eichen auf jeden Fall erhalten werden, versichert Thomsen.
Deshalb hätte
der Bauträger seine Pläne für die fünf Doppelhäuser
sogar mehrfach verändern müssen. "Der Bauträger wusste
also, dass wir die Eichen schützen wollten", sagt Thomsen. Dass
die fehlerhaft ausgestellte Fällgenehmigung dann gleich in die Tat
umgesetzt wurde, ist für ihn "unverständlich".
Mit Konsequenzen
muss Investor Egon Paulin jedoch nicht rechnen. Er nennt die Abholzung
der Bäume "bedauerlich". Doch habe er keine Alternative
gesehen: Die Fundamente der Neubauten hätten die Wasserversorgung
der Eichen so sehr eingeschränkt, dass sie in einigen Jahren ohnehin
eingegangen wären. Paulin verspricht aber, auf dem 5000 Quadratmeter
großen Areal neue Bäume zu pflanzen: "Wir wollen den neuen
Bewohnern des 'Drei Eichen Hofs' eine natürliche Umgebung bieten."
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